Trendwende für Dampfer? San Francisco verbietet E-Zigaretten

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Trendwende für Dampfer? San Francisco verbietet E-Zigaretten

Auch wenn ganz klar ist, dass E-Zigaretten weniger gesundheitsschädlich sind als ihre Tabakpendants, wird der Ruf nach stärkeren Restriktionen in jüngster Zeit wieder lauter. Neben der Forderung, das Werbeverbot für Tabakprodukte auszuweiten und auch E-Zigaretten mit einzubeziehen, sind es vor allem Meldungen wie die jüngst aus San Francisco erhaltene, die skeptisch machen. Dort hatte der Stadtrat kürzlich für ein generelles Verbot von E-Zigaretten gestimmt, bis umfassende Prüfungen der US-Gesundheitsbehörde FDA vorlägen. Bislang prüft besagte Behörde jedoch keinerlei E-Zigaretten, weshalb der Beschluss eine Pattsituation geschaffen hat. Das Verbot trifft die Heimatstadt der JUUL E-Zigaretten unerwartet und verdeutlicht, dass die Politik selbst in einem liberalen Markt wie den USA noch zu Übersprunghandlungen bezüglich der Regulierung von E-Zigaretten neigt.

 

Deutschland: Werbeverbot für E-Zigaretten gefordert

Auch hiesige Politiker setzen sich mit E-Zigaretten und der rechtlichen Grundlage für das Bewerben und den Verkauf ein. Interessanterweise werden E-Zigaretten hierzulande aktuell jedoch häufig in Verbindung mit der Forderung, Werbung für Tabakprodukte vollends zu verbieten, thematisiert. Obwohl das öffentliche Werben für Zigaretten schon vor Jahren verboten wurde, kritisieren Gesundheits- und Präventionsexperten die nach wie vor als zu lückenhaft empfundene Gesetzeslage. Dabei werfen sie E-Zigaretten und Tabakprodukte häufig in denselben Topf und vergessen dabei um die massiven Unterschiede beider Produktkategorien.

 

Studien: Weniger Schadstoffe, hilfreich zur Entwöhnung

Denn immer mehr unabhängige Studien bescheinigen den E-Zigaretten deutlich geringfügigere Auswirkungen auf die Gesundheit als Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse. Vor dem Hintergrund der Debatte wirken Forderungen wie generelle Verbote hanebüchen, haben sie doch das Potenzial, Dampf- und Rauchprodukte in Bezug auf ihre Gesundheitsrisiken auf dieselbe Stufe zu stellen. Verkannt wird dabei das Potenzial von E-Zigaretten für Raucher, die ihren Zigarettenkonsum reduzieren oder sich das Rauchen gänzlich abgewöhnen wollen. E-Zigaretten könnten dabei helfen, die Zahl von über 100.000 Tabaktoten pro Jahr allein in Deutschland zu verringern.

 

Dampfen in anderen Ländern: Was wir von China lernen können

Um das Thema einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand: In China, dem Geburtsland der E-Zigarette, wurde das Potenzial der E-Zigarette zur Rauchentwöhnung frühzeitig erkannt. Deshalb findet man dort eine wesentlich weniger restriktive Gesetzeslage, was sicherlich auch an den dort ansässigen Herstellern liegt: Große Marktführer wie Eleaf haben ihren Hauptsitz in Shenzen, dem Silicon Valley Chinas, wo man – besonders westlichen – Innovationen generell sehr offen gegenübersteht. Nicht ohne Grund wäre ein Markt für E-Zigaretten ohne die Big Player aus Fernost aus heutiger Sicht kaum vorstellbar.

 

E-Zigaretten in Deutschland: Politik in Verbotsfragen uneins

Die große Frage bleibt also, wie sich Deutschland bzw. die EU langfristig zum Thema E-Zigaretten und Dampfer positionieren. Sicher ist, dass die Diskussionen dazu nicht nur in Brüssel, sondern auch Berlin hitzig diskutiert werden und für uns Dampfer in den kommenden Jahren noch einige Überraschungen bereithalten werden. Ob nun ein liberales Modell wie in China oder doch ein restriktiver Ansatz wie in San Francisco greifen werden, bleibt abzuwarten.

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Profilbild von Basti

Mein Name ist Sebastian und komme vom schönen Bodensee. Ich Dampfe seit 2015 und habe 2016 mich dazu entschlossen www.Dampfer-ABC.de ins Leben zu rufen.

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