Rauchentwöhnung: Dampfen im Winter – Genießen ohne Frieren

Theoretisch verspricht die E-Zigarette das Dampfen zu jeder Jahreszeit. Trotzdem stellen sich im Winter viele Dampfer die Frage, ob das Liquid jetzt gefrieren kann und was sie in der kalten Jahreszeit außerdem beachten müssen. Schließlich ist es, gerade für Raucher, die sich zur Rauchentwöhnung entschlossen haben, kritisch, auch an kalten Tagen dampfen zu können.

Es stimmt zwar, dass die Witterung im Winter die Leistung der E-Zigarette beeinträchtigt. Trotzdem kann man auch bei Kälte dampfen. Dafür sollte man sich aber mit seiner E-Zigarette und der Ausrüstung auskennen. Diese Tipps für sorgenfreies Dampfen helfen weiter.

Gefriert Liquid im Winter?

Die Frage ist insofern berechtigt, als dass Flüssigkeiten ihren Aggregatzustand naturgemäß ändern können. Die wichtigsten Bestandteile in Liquids sind das Propylenglykol sowie pflanzliches Glyzerin. Die Gefahr des Gefrierens ist relativ gering, da sie jeweils erst bei -12 Grad Celsius und -60 Grad Celsius gefrieren. In unseren Breitengraden kann es aber durchaus schonmal dazu kommen, dass das Liquid etwas dickflüssiger wird. Daher ist es empfehlenswert, es möglichst konstant bei Zimmertemperatur zu halten.

Ist das Liquid dickflüssiger, wirkt sich das auch auf seine Dampfeigenschaften aus. Zusätzlich leidet der Geschmack unter den Minusgraden. Der Dampf schmeckt dann möglicherweise verbrannt. Wenn das passiert, sollte man sich mit den Einstellungen seiner E-Zigarette vertraut machen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, die Zusammenstellung des Liquids zu verändern. Wird die Menge an Propylenglykol erhöht, ist das Liquid nicht mehr so anfällig für Konsistenzschwankungen.

Wie verhält sich der Akkuträger bei Kälte im Winter?

Vermutlich denken viele, dass ihre E-Zigarette im Winter wegen der Kälte mehr Energie verbraucht. Schließlich steigen ja jetzt beim Heizen auch unsere Energiekosten. Das ist beim Dampfen aber nicht so – die verbrauchte Energie entspricht der im Sommer. Es ist aber dennoch ratsam, auf ein paar Details zu achten.

Das Problem ist nämlich, dass die chemischen Reaktionen im Akku jetzt, wo es kalt ist, nicht mehr so gut funktionieren. Hintergrund ist, dass das Elektrolyt im Lithium-Ionen-Akku immer dickflüssiger wird und die Ionen folglich nicht mehr so gut vom Minus- zum Pluspol kommen.

Das gilt übrigen für alle Akkus und Batterien. Der Knackpunkt: Wenn die chemischen Reaktionen im Akku langsamer ablaufen, produziert er weniger Strom als bei Zimmertemperatur. Die Akkuleistung kann dementsprechen auf über 50 % abfallen.

Ein möglicher Workaround für dieses Problem ist, einen Zweitakku mitzuführen, falls die Akkuleistung des ersten nachgeben sollte. Generell gilt im Winter, die Akkus unterwegs möglichst immer in Körpernähe aufzubewahren.

Dampfen im Winter Typ - Rauchentwöhnung: Dampfen im Winter - Genießen ohne Frieren
Rauchentwöhnung durch Dampfen im Winter?

Tipps zum Dampfen im Winter: Gefahr durch feuchte Metallteile beachten

Eine weitere Gefahr lauert während der kalten Jahreszeit in den Temperaturschwankungen. Immerhin weiß jeder wie es ist, sich, nachdem man eine gefühlte Ewigkeit in der Kälte gestanden hat, nach Einfahrt des Zuges in ein überhitztes Abteil zu setzen. Der E-Zigarette geht es nicht anders. Hier kommt allerdings noch das Problem hinzu, dass sich an ihren Metallteilen schnell Kondensationsflüssigkeit niederschlägt.

Ist das Gerät einer zu großen Flüssigkeitsmenge ausgesetzt, funktioniert es mitunter nicht mehr richtig oder fällt aus. Es kann auch passieren, dass es sich nicht mehr einschalten lässt. Das ist gerade für Dampfer auf dem Weg zur Rauchentwöhnung niederschmetternd. Es ist daher besser, die E-Zigarette in solchen Momenten nicht direkt in der Hand zu halten, sondern in einer Verpackung aufzubewahren, die sie vor Nässe schützt.

E-Zigarette im Wetter = empfehlenswerte Vorsorge?

Es klingt vielleicht paradox, aber Forscher haben herausgefunden, dass die E-Zigarette im Winter tatsächlich ein wenig zur Grippeprävention beitragen könnte. Das liegt möglicherweise an der desinfizierenden Wirkung beim Inhalieren. Bei diesem Vorgang werden einige der unliebsamen Viren und Bakterien entsorgt, so dass sie sich gar nicht erst ausbreiten können. Hintergrund ist, dass dem Propylenglykol eine leichte antibakterielle Wirkung nachgesagt wird.

Rauchentwöhnung: Ein kältebeständiges Mundstück nutzen

Gerade wer erst noch auf dem Weg zur Rauchentwöhnung ist, muss im Winter auf seine neue E-Zigarette aufpassen. Denn sie ist nicht ganz so robust wie der geliebte Glimmstängel. Das gilt spezielle für das Mundstück. In vielen Fällen besteht es nämlich aus Metall oder Edelstahl und gefriert sehr schnell, ohne dass das immer gleich sichtbar ist. Damit es nicht an den Lippen festklebt bzw. festfriert, ist es besser, auf ein Mundstück aus hochwertigem Kunststoff zu setzen. Kunststoffe nehmen die Kälte nicht so gut an und ermöglichen das Dampfen auch bei eisigen Temperaturen.

Foto: [© jon11], stock.adobe.com

Foto: [© bedya], stock.adobe.com

Aktualisiert am 11. März 2021

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