Natural Living Trend CBD

Welche Gesundheitsrisiken haben CBD Liquids?

CBD genießt den Ruf eine Art „legales Cannabis“ zu sein und verspricht „Konsum ohne Reue“.
Es ist in Deutschland schon seit einigen Jahren erhältlich und wird sowohl online als auch in
lokalen Headshops vertrieben. Legal ist Cannabis hierzulande, solange sich darin nicht mehr als
0,2 Prozent THC befinden. Deshalb hat es aber auch nicht dieselben psychotropen und
halluzinogenen Wirkungen. CBD zählt für einige Konsumenten aber inzwischen zu den
„Gesundheits-Boostern“.
Gerade im englischen Sprachraum, aber auch zunehmend in
Deutschland steht es häufig im Zusammenhang mit Natural Living, also dem Wunsch, ein
natürliches Leben zu führen und Chemikalien, Konservierungsstoffe und weitere unnötige
Zusatzstoffe zu vermeiden.
Haftete Hanf noch vor einigen Jahren ein Stigma an, ist es jetzt als eine Möglichkeit, der
Gesundheit auf natürlichem Wege nachzuhelfen, wieder salonfähig. Was bedeutet das eigentlich
für potentielle Gesundheitsrisiken des Vapens von CBD-Liquids?
CBD ist eigentlich ein kristalliner Stoff, kann aber zu einem Liquid verflüssigt werden. Dieser
Extrakt wird dann mit einem E-Liquid angereichert und kann dann im Tank einer E-Zigarette
wie ein herkömmliches Liquid gedampft werden. In dieser Form ist es für viele Konsumenten
eine Alternative zu nikotinhaltigen Produkten.

Medizin oder Genussmittel?

Die Liste der positiven Wirkungen von CBD ist lang. Sie reicht von der Schmerzlinderung, über
die Angstlinderung bis zu einer allgemeinen Stimmungsverbesserung. Darüber hinaus steht es in
dem Ruf, Krankheiten wie MS, Arthritis, Epilepsie und Asthma zu lindern.
Es gilt zwar nicht als gefährlich und wird auch nicht als Droge klassifiziert, dennoch ist im Umgang mit ihm Vorsicht geboten. Denn ein hochwertiges, hochdosiertes CBD-Liquid erzeugt
schon nach kurzer Zeit ein Gefühl der Entspannung, das nicht in jeder Alltagssituation
angebracht ist.
CBD-Produkte wie zum Beispiel CBD-Liquids sind aber meist ein reines Genussmittel und
dienen nicht zur Behandlung bestimmter Krankheiten
. Wer sich für die heilende Wirkung von CBD interessiert, ist mit einem verschreibungspflichtigen CBD-Präparat am besten beraten.

E-zigaretten Liquids

Der Vorteil von CBD-Liquids

Viele Menschen greifen zur E-Zigarette und dampfen, weil sie mit dem Rauchen aufhören
möchten. Sie beginnen, auf Tabak zu verzichten und schonen damit ihre Gesundheit. Dennoch
ist noch nicht viel über die Langzeitwirkungen bekannt, die das Rauchen einer E-Zigarette auf die Gesundheit hat.

Reines Dampfen bzw. Vapen unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt vom Zigarettenrauchen. Der Vape Pen erhitzt die Flüssigkeit in einer Kammer, die an einer Verdampfungsvorrichtung angebracht ist. Er erhitzt das Liquid auf eine bestimmte Temperatur, verbrennt es jedoch nicht. Das reicht aber aus, um Dampf zu erzeugen, den der Benutzer einatmen kann.
Demzufolge entstehen beim Vapen geringere und andere Schadstoffe als bei der herkömmlichen Tabakverbrennung. Man kann davon ausgehen, dass die Schadstoffbelastung nicht so hoch ist wie beim herkömmlichen Zigarettenkonsum. Unbedenklich ist es deswegen aber nicht unbedingt.
Die E-Zigaretten, die Tabak lediglich erhitzen, eignen sich auch, um darin CBD-Öl zu dampfen.
Auch in diesem Fall vermeidet der Raucher den Verbrennungseffekt und reduziert die potentiell
giftigen, krebserregenden Chemikalien. Forscher vermuten weiterhin, dass E-Liquids im
Allgemeinen wesentlich weniger schädliche Stoffe enthalten als die konventionelle Zigarette.
Das Roswell Park Cancer Institute veröffentlichte 2013 eine Studie, der zufolge die Giftstoffe in
E-Liquids um bis zu 450-fach niedriger konzentriert sind als im Rauch herkömmlicher
Zigaretten. Unter Dampfern heißt es zudem, dass die Lunge besser mit dem Dampf als mit dem Rauch einer Zigarette zurechtkommt.
Eine weitere gute Nachricht über die gesundheitlichen Folgen der E-Liquids kommt vom Royal
College of Physicians London
. Es vermutet, dass die Gesundheitsgefährdung durch E-Zigaretten langfristig unter der des Tabakrauchens liegt.

Gefährliche Stoffe in CBD-Liquids?

Grundsätzlich gilt für alle Liquids, dass sie, gerade wenn sie eher minderwertig sind,
wahrscheinlich Verbindungen enthalten, die der Gesundheit schaden können. Dazu gehören Blei,
aber auch Karzinogene. Liquids mit einer besonders hohen Qualität sollen dagegen sicherer sein. Dampfer sollten aber immer davon ausgehen, dass E-Zigaretten nicht folgenlos
für ihre Gesundheit sind.

Die National Academies of Sciences, Engineering und Medicine veröffentlichten 2018 eine
Studiensammlung, in der sie unter anderem die Exposition mit toxischen Substanzen zwischen
Dampferzeugnissen und konventionellen Zigaretten verglichen. Sie kamen zu dem Schluss, dass
sie beim Dampfen deutlich geringer ist. Das gilt auch beim Wechsel von der Zigarette auf die E-
Zigarette, wobei ein Totalwechsel die negativen Ergebnisse in den Organen kurzfristig reduziere.
Interessant an dieser Studiensammlung ist, dass sie keine wirklichen Auswirkungen auf die
Lunge nachweisen konnte. Es gibt aber eine Studie des American Journal of Respiratory and
Critical Care Medicine, die nahelegt, dass E-Zigaretten zu schädlichen Immunreaktionen in der Lunge führen können.

Die University of Salford führte eine weitere Studie mit aromatisierten E-Liquids durch, in der
sich zeigte, dass sie das Risiko für Lungenschäden erhöhen. Die Lungenzellen hätten auf
sämtliche getestete Geschmäcker toxisch reagiert, wobei Fruchtaromen am unschädlichsten
waren.
Zu den wohl beunruhigendsten möglichen Gesundheitsfolgen des Dampfens gehört die
Bronchiolitis obliterans. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die die kleinen Luftsäcke in der Lunge verletzt. Dafür ist das Diacetyl verantwortlich, ein Stoff, den viele E-Liquid-Patronen
enthalten.

E-Zigarette-Einsteiger
E-Zigarette-Einsteiger

CBD-Liquids sicher konsumieren

Wer sich dieser Gesundheitsrisiken bewusst ist und dennoch CBD-Liquids dampfen möchte,
sollte einige Hinweise berücksichtigen. Es ist besonders wichtig, nicht einfach altes CBD-Öl in
den Tank der E-Zigarette zu füllen, sondern spezielle CBD-Dampfpatronen zu nutzen. Des
Weiteren sollten Konsumenten darauf achten, ob der Hersteller sie zum sublingualen Dampfen
oder dem Dampfen mit dem Vape-Pen empfiehlt.
Ein weiterer Tipp betrifft Cutilawachs, das häufig Bestandteil von CBD-Liquids ist. Es steht im
Ruf, verfestigte Granulome in der Lunge zu bilden. Daher ist es nach dem momentanen Stand
noch etwas sicherer CBD-Liquids zu konsumieren, die das Cutilawachs nicht enthalten.
Durch das Verdampfen von Öl können Lipide bis in die Lungen vordringen. Es kann sich in den
Alveolen ansammeln und folglich in der Lunge verbleiben. Sammeln sich aber zu viele Fette,
kommt es möglicherweise zu einer Lipidpneumonie, die mit schweren Atemwegserkrankungen
einhergeht. Von diesem Risiko sind besonders die Dauerkonsumenten betroffen. Sie sollten sich
daher unbedingt mit dieser Gefahr vertraut machen.
Neben Lipiden, die sich in der Lunge festsetzen, sind schädliche Verdünnungsmittel in billigen CBD-Liquids ein weiteres Gesundheitsrisiko. Besonders Propylenglykol und Polyethylenglykol dienen als Verdünnungsmittel. Sie zerfallen, gerade wenn man sie in Hochtemperatur-Vape-Pens benutzt, in krebserregende Verbindungen. Daher ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf darüber zu informieren, ob das CBD-Liquid diese Stoffe enthält.
Sowohl Konsumenten als auch Hersteller hoffen zurzeit, dass die Forschung mehr darüber ans
Licht bringt, wie man potentielle Risiken des Dampfens am besten reduziert. Möglicherweise
dauert es aber noch ein paar Jahrzehnte, bis es sichere Ergebnisse gibt
. Man kann aber davon ausgehen, dass uns die Forschung bis dahin genau über die Auswirkungen des Rauchens von CBD-Liquids aufklärt. Bis dahin lautet der wichtigste Tipp an alle Konsumenten, sich vor dem
Kauf ausführlich zu informieren. Auf dieser Grundlage können sie eine gute Entscheidung für
sich und ihre Gesundheit treffen.

Aktualisiert am 11. Dezember 2020

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