Gesund mit Hanföl?

Hanföl steht in seiner Wirkung weit vorne in der Rangliste gesunder Öle.
Noch vor einigen Jahren war Hanf, gewonnen aus der Cannabispflanze, weitgehend nur als Droge bekannt. Doch inzwischen hat die Hanfpflanze, in Form von Hanföl, sogar Einzug in die Küche gehalten und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung.
Es schmeckt nicht nur aromatisch nussig, sondern eignet sich auch durch die enthaltenen lebenswichtigen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, sowie die seltene Gamma-Linolensäure, zur Pflege von anspruchsvoller und sensibler Haut. Die Wirkung von Hanföl wird als überaus gut bezeichnet.

Herstellung von Hanföl – warum wirkt es nicht berauschend?

Hanfsamenöl, oder umgangssprachlich Hanföl, wird, wie der Name schon verrät, aus den Samen des Speisehanfs gewonnen. Diese Samen enthalten kein berauschendes THC (Tetrahydrocannabinol). Auch ist es nicht mit dem Trendprodukt CBD-Öl zu verwechseln, welches ebenfalls keine psychoaktiven Substanzen enthält und Ängste, Anspannungen und Schmerzen lindern kann.
Da Hanföl keine berauschende Wirkung besitzt, ist es frei verkäuflich und in größeren Supermärkten, Reformhäusern oder Bio-Supermärkten erhältlich. Zur Herstellung werden die Samen kalt gepresst, wodurch ein hochwertiges gelblich, grünes Öl entsteht.
Wie die meisten Pflanzenöle besteht es aus 75 Prozent mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Kleiner Samen, große Wirkung – was macht Hanföl so gesund?

In den meisten Pflanzenölen überwiegt die ungesättigte Omega-6- gegenüber der Omega-3-Fettsäure.
Omega 3- und -6 sind sogenannte essentielle Fettsäuren. Bedeutet: unser Körper benötigt sie für einen normalen Stoffwechsel, kann sie aber nicht selbst herstellen.
Die Omega-3-Fettsäure wird zu langkettigen Fettsäuren umgebaut. Diese sind in der Lage Entzündungsprozesse im Körper zu regulieren.
Die Fettsäure Omega-6 bildet dagegen Arachidonsäure, welche die Entstehung von chronisch entzündlichen Erkrankungen fördern kann. Außerdem begünstigt sie Entzündungen, indem sie die Umwandlung von Omega-3-Fettsäuren in langkettige Fettsäuren blockiert.

Das für den menschlichen Körper ideale Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 beträgt 3:1 – genau dieses Verhältnis liefert Hanföl. Damit kann es durch seinen Omega-3-Überschuss helfen, Beschwerden, die durch entzündliche degenerative Krankheiten wie Arthritis, Parodontitis oder auch Collitis ulcerosa hervorgerufen werden, zu lindern.
Weiter sind Omega-3-Fettsäuren für eine normale Gehirn- und Nervenfunktion unabdingbar und wirken erhöhtem Cholesterinspiegel entgegen.


Hanföl enthält außerdem die seltene Gamma-Linolensäure. Diese hilft bei hormonellen Störungen, wie PMS oder Wechseljahresbeschwerden, den Hormonhaushalt zu regulieren.
Ebenso kann Gamma-Linolen auch den Blutdruck senken und so vor Herzerkrankungen schützen.

Die grünliche Färbung des Öls entsteht durch Chlorophyll, dem grünen Pflanzenfarbstoff. Dieser enthält die Antioxydanzien Vitamin E und Beta-Carotin, die krebsvorbeugend wirken sollen.
Zusätzlich enthalten sind B-Vitamine und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Zink.
Hanföl werden Wirkungen zugesprochen wie: Stärkung des Immunsystems oder Verbessern der Sauerstoffaufnahme im Blut.

Unbedenklicher Verzehr – wieviel ist gesund?

Hanföl bringt Abwechslung in die Küche und kann mit zwei bis drei Teelöffeln am Tag bedenkenlos verzehrt werden. Besonders gut eignet sich das Superfood im Salatdressing. Zum Braten sollte es allerdings nicht verwendet werden, da durch die Erhitzung wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.

Hautpflege – wie wirkt es?

Hanfsamenöl spendet der Haut viel Feuchtigkeit, ohne dabei die Poren zu verstopfen. Es wird einerseits schnell absorbiert, kann andererseits in tiefe Hautschichten eindringen, da die enthaltenen Lipide den körpereigenen Lipiden sehr ähnlich sind. Außerdem gleicht es den Teint aus und kann durch seine beruhigende Wirkung bei Juckreiz, Neurodermitis und Psoriasis durch die entzündungshemmenden Gamma-Linolensäure und Stearidonsäure Linderung verschaffen.
Damit kann man auch die äußerlichen Wirkungen von Hanföl als durchweg positiv bezeichnen.

Foto: © MKS / stock.adobe.com

Aktualisiert am 14. Mai 2021

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