E-Zigarette Einsteiger: Die beste E-Zigarette für Anfänger!

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Schön, dass du dich für eine E-Zigarette entscheiden möchtest. In diesem Beitrag geht es um die beliebtesten Einsteiger-E-Zigaretten auf dem deutschen Markt. In diesem Beitrag betrachte ich die Vorteile sowie Nachteile der Einsteiger-E-Zigaretten.

Die beste E-Zigarette für Einsteiger

Platz 1: Kupbox Einsteiger E-Zigaretten Set

  • 1.Drei-Stufen-Leistungsregelung in den Schritten 30W-60W-80W. Mit zwei Tasten kannst du zwischen den Stufen wechseln, um besser zu dampfen.
  • 2.Ergonomisches Design und erstklassige Verarbeitung. Den versteckten Startknopf fünfmal schnell drücken, um den Dampfer zu starten.
  • Akku mit 3.2000 mAh Kapazität. Der eingebaute Akku wird mittels Mikro-USB-Schnittstelle geladen. Hinweis: Das Aufladen ist nur mit einem 5-Volt-Netzteil möglich.
  • 4.Sechsstufiger Sicherheitsschutz: Kurzschluss-Schutz, Niederspannungsschutz, Aufladeschutz, Überladeschutz, Niederwiderstand-Schutz, Überhitzungsschutz.
  • 5.Geschmack des E-Liquid-Sets: Heisenberg, Hornet, Tropischer Sturm, Tiefseeeisfrühling, Zitronentränen. Kein Nikotin, kein Tabak, kein Teer oder Kohlenmonoxid, keine Giftstoffe, keine unangenehmen Gerüche. Perfekte Mischung aus fruchtigen Geschmäckern.
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  • 1.Drei Stufen Leistungsregelung 30W-60W-80W. Durch zwei Tasten kann man diese drei Stufen...
  • 2.Ergonomisches Design und erstklässige Verarbeitung. Den versteckte Startknopf fünf mal...
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Platz 2: E-Zigarette Eleaf Pico iStick 75W Starterset

  • Hochwertiges Eleaf iStick „Pico“ Starter-Set, womit sofort losgedampft werden kann! Ideal für Einsteiger oder als 2. Gerät für das Handgepäck oder die Hosentasche!
  • Set beinhaltet 1x Komplett Set Eleaf iStick „Pico“ mit wahnsinnigen 75 W und Temperature Control inkl. 1 x SC by Eleaf MELO 3 Mini Atomizer 1 x SC by Eleaf EC 0.3 Ohm Ersatz Coil 1 x Eleaf EC 0.5 Ohm Ersatz Coil 4 x Dichtungsringe 1 x USB Ladekabel 1 x Anleitung 1 x Keepower Akku 2600 mAh ZUSÄTZLICH 2 x Ersatzverdampferköpfe EC 0,5 Ohm
  • Inkl. Liquid NIKOTINFREI (00 mg/ml) z. B. 2 x American Stars Liquid 10 ml „Nutty Buddy Cookie“ und „Peach’s Peaches“ (je nach Verfügbarkeit werden auch andere Hersteller/Sorten geliefert)
  • FARBE: REGENBOGEN iStick „Pico“ – das Allround-Talent! Leistung: 1 Watt bis 75 Watt, Widerstandsbereich: 0.05-1.5 Ohm (TC-Modi) 0.1-3.5 Ohm (VW / Bypass-Modus), Temperaturbereich: 100-315 ℃ / ℉ 200-600 (TC-Modi) inkl. Keepower Li-Ion Akku mit 2.600 mAh
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Platz 3: E Zigarette 75W, MONVAP M75 Starter Set

  • All-in-One-Set, schnell loslegen, ohne etwas anderes kaufen zu müssen. Einfacher Gebrauch, perfekt für Vape-Anfänger und Senior. Auch eine perfekte Geschenkidee, mit der das Rauchen Freude macht.
  • 【Top Refill Verdampfer】 ▶▶Top-Refill-Design: E-liquid lässt sich einfach nachfüllen, es ist nicht notwendig, dafür den Zerstäuber aus der Batterie zu nehmen. ▶▶Luftstrom-Design: Mit dem griffigen Einstellring kann nach individuellem Geschmack die Dampf- bzw. Luftmischung geregelt werden.
  • 【75W 2600 mAh Akkuträger】 ▶▶Einstellbare Wattleistung: 10-75 Watt, einfach mit den Tasten „+“ und „-“ bestätigen, um den für dich idealen Dampf einzustellen. ▶▶Hohe Kapazität der Batterie: 2.600 mAh, sicher und langlebig
  • 【E-Liquid ohne Nikotin】Flasche aus widerstandsfähigen Materialien in Lebensmittelqualität. Mit Kindersicherung und dünnem Tropfer zum optimalen Befüllen. Ohne Nikotin.
  • 【M75 E Dampfer Starterset】1 x 75 W Akkuträger, 1 x Vaporizer Tank, 1 x extra Verdampferköpfe 0.3 Ohm, 1 x extra Glasrohr, 1 x USB-Kabel, 1 x Benutzerhandbuch, 5 x 10 ml E-Liquid ohne Nikotin (Blaubeere, Eis Kirsche, Himbeere, Cola, Traube).

1. Funktionsweise der E-Zigarette

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So funktioniert eine E-Zigarette: An einer kleinen Heizspirale – dem „Coil“ – wird Flüssigkeit – das „Liquid“ (oder auch „E-Liquid“ genannt) – so stark erhitzt, dass es verdampft. Dieser Dampf wird durch das Ziehen am Mundstück der E-Zigarette (dem „Drip Tip“) mit Luft vermischt und dabei inhaliert.

Im Gegensatz zur Zigarette findet bei der E-Zigarette keine Verbrennung statt. Deshalb spricht man bei der E-Zigarette vom Dampfen und nicht vom Rauchen. Damit dem Coil Liquid zugeführt werden kann, befindet sich in oder um seiner Spirale etwas Watte. Sie ist mit dem E-Zigaretten-Tank verbunden und wird von dort mit Liquid versorgt.

Watte ist zur Zeit das gängigste Transportmaterial für Liquid. Früher wurden dazu auch Silikatschnüre genutzt und mittlerweile dient auch Keramik als Transportmaterial.

Die elektrische Energie zum Erhitzen des Coils bezieht die E-Zigarette aus einem oder mehreren starken Lithium-Ionen-Akkus.

Fast alle E-Zigaretten haben eine Taste (Feuertaste), die zum Dampfen gedrückt gehalten werden muss. Einige wenige, sehr einfache Geräte werden durchs Ziehen am Mundstück ausgelöst und haben keine Taste.

2. Zugtechniken der E-Zigarette

Die erste Frage bei der Suche nach der passenden E-Zigarette muss die Frage nach der gewünschten Zugtechnik sein. Es gibt zwei unterschiedliche Techniken und davon abhängig ist die Wahl des Gerätes. Für beide Zugtechniken gibt es unterschiedliche (teils missverständliche) Bezeichnungen, die für Einsteiger leicht verwirrend sein können.

Zugtechnik 1: Backendampfen

Diese Zugtechnik wird auch als Mund-Lunge-Dampfen, Mund-zu-Lunge-Dampfen, Mouth-to-Lung, MTL, M2L oder ML bezeichnet. Nachfolgend bleibe ich bei der Bezeichnung Backendampfen. Backendampfen klingt ein wenig nach Paffen, dem ist jedoch nicht so. Auch beim Backendampfen wird der Dampf inhaliert.

Backendampfen ist dem Rauchen einer Zigarette ähnlicher. Der Dampf wird zunächst im Mundraum gesammelt und erst inhaliert, nachdem man fertig an der E-Zigarette gezogen hat. Deshalb hat eine zum Backendampfen geeignete E-Zigarette einen deutlich spürbaren Widerstand beim Ziehen – eben genau wie eine Zigarette. Die Dampfentwicklung einer solchen E-Zigarette ist eher gering bis moderat.

Zugtechnik 2: Lungendampfen

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Diese Zugtechnik wird auch als Direkt-zu-Lunge-Dampfen, Direkt-auf-Lunge-Dampfen, Direkt-to-Lung, DTL, D2L oder DL bezeichnet. Sie ist vergleichbar mit dem Rauchen einer Shisha. Der Dampf wird bereits in die Lunge inhaliert, während man noch an der E-Zigarette zieht. In etwa so, als würde man durch einen dicken Strohhalm atmen.

Eine zum Lungendampfen geeignete E-Zigarette hat einen geringen bis kaum oder gar nicht mehr spürbaren Widerstand beim Ziehen. Im letzteren Fall spricht man auch von „open draw“. Die Dampfentwicklung beim Lungendampfen reicht von moderat bis gigantisch.

Welche Zugtechnik ist für E-Zigarette Einsteiger passend?

Backen- oder Lungendampfen – die Dampferwelt spaltet sich hier in zwei Lager. Man mag schon fast Heerlager dazu sagen. Denn verfolgt man in den sozialen Medien die Diskussionen über die bessere Zugtechnik, werden sie oft mit großem Enthusiasmus ausgetragen und nicht selten fliegen zum Schluss die digitalen Knüppel.

Lass dich davon nicht beirren und probiere im Idealfall beide Zugtechniken aus, bevor du dich für ein Gerät entscheidest. Kommst du mit beiden Zugtechniken gleichermaßen gut klar, würde ich dir das Lungendampfen empfehlen. Einfach deshalb, weil die Auswahl an Verdampfern in diesem Bereich deutlich größer ist. Manche Neueinsteiger möchten mit ihrer E-Zigarette nicht so sehr durch große Dampfwolken auffallen. In dem Fall wäre es dann wohl sinnvoller, eine zum Backendampfen geeignete E-Zigarette zu wählen.

Es gibt Geräte/Verdampfer, die versprechen, man könne mit ihnen sowohl auf Backe als auch auf Lunge dampfen. Ich habe selber noch keines/keinen davon getestet, stehe diesen Geräten jedoch eher skeptisch gegenüber. Sofern dir die Möglichkeit des vorherigen Ausprobierens verwehrt ist, schaffe dir lieber ein Gerät an, bei dem man den Verdampfer wechseln kann (Erklärung dazu kommt später), so kannst du zumindest den Akkuträger (das Teil, das den Strom liefert) weiterverwenden.

3. Technische Grundlage der E-Zigarette

Als ich mit dem Dampfen anfing, recherchierte ich viele Stunden im Netz und je mehr ich las, desto größer wurden meine Unsicherheit und das Fragezeichen in meinem Kopf. Ich hatte einen Flickenteppich aus Informationen, die ich nicht geordnet bekam, weil mir grundsätzliches Wissen fehlte. Wissen, das anscheinend so einfach und rudimentär war, dass sich niemand die Mühe machte, es verständlich aufzuschreiben. Es wurde einfach vorausgesetzt.

Fast hätte ich dann in meinem Frust ein sehr einfaches (aber nicht sonderlich gutes) Gerät gekauft. Denn dieses bestand aus einem einzigen Teil und ich hatte hierbei keine Sorge, etwas zu kaufen, was nicht zusammenpasst. Glücklicherweise fand ich dann einen erfahrenen Dampfer, der mich beim Kauf meiner ersten E-Zigarette an die Hand nahm und mit mir gemeinsam ein gutes Gerät aussuchte.

Vielleicht geht es dir gerade wie mir damals. Lies weiter. Dann wird aus deinem Flickenteppich ein geordnetes Bild und du verstehst, wie einzelne Komponenten zusammenpassen.

Geräte mit und ohne Schutzelektronik

E-Zigaretten gibt es in allen erdenklichen Größen, Farben und vor allem Leistungsklassen. Zunächst einmal muss man zwischen regelbaren Geräten mit Schutzelektronik und dem mechanischen/ungeregelten Dampfen ohne Schutzmechanismen (Mech Mods) unterscheiden. E-Zigaretten gibt es in allen erdenklichen Größen, Farben und vor allem Leistungsklassen. Zunächst einmal muss man zwischen regelbaren Geräten mit Schutzelektronik und dem mechanischen/ungeregelten Dampfen ohne Schutzmechanismen (Mech Modsunterscheiden.

Für Letzteres gilt in meinen Augen ganz klar: Das ist nicht anfängertauglich und von diesen Geräten geht bei falscher Anwendung eine nicht unerhebliche Gefahr aus! Daher werde ich in dieser Anfängerreihe auch nicht weiter auf diese Geräte eingehen, sondern lediglich erklären, wie du die Geräte erkennen kannst.

Mechanischer Akkuträger
Mechanischer Akkuträger

Geräte ohne Schutzelektronik haben i.d.R. nur einen Taster, sonst kann man daran nichts einstellen. Drückt man den Taster, fließt Strom – das war‘s. Die Leistungsentnahme aus der Akkuzelle bestimmt sich durch den elektrischen Widerstand des Coils.

Je geringer der Widerstand, desto höher die Leistungsentnahme. Ist der Widerstand zu gering und die Akkuzelle dafür nicht geeignet oder produziert man gar einen Kurzschluss im Coil, kann es zu einer Überlastung und sehr gefährlichen Entgasung der Akkuzelle kommen! Die E-Zigarette wird so zu einer kleinen Bombe.

Eine E-Zigarette mit Schutzelektronik hingegen verhindert Anwendungsfehler dieser Art sehr zuverlässig! Vorausgesetzt man nutzt die passenden Akkus, sind diese Geräte sehr sicher. Bei immer mal wieder durch die Medien geisternden Horrormeldungen über explodierende E-Zigaretten handelt es sich (sofern das nachvollziehbar ist) immer um Geräte ohne Schutzelektronik.

Bei einer geschützten/regelbaren E-Zigarette wird die Leistungsabgabe nicht mehr über den elektrischen Widerstand des Coils, sondern ausschließlich die Elektronik des Gerätes bestimmt. Stimmt etwas nicht, z. B. wenn ein Kurzschluss im Coil besteht, zu lange gefeuert wird, der Akku zu leer wird etc., steigt das Gerät mit einer Fehler- oder Warnmeldung aus und wahrt so die Sicherheit.

Geräte mit Schutzelektronik haben meist ein Display und lassen sich ein- und ausschalten. Zusätzlich gibt es oft eine Plus- und Minustaste, mit der man die Leistung regulieren und durch das Menü der Software navigieren kann.

Es gibt zwar auch einfache Einstiegsgeräte mit Schutzelektronik, die ohne Display auskommen und mit nur einem Knopf bedient werden. Allerdings kann ein Laie auch diese recht einfach von Geräten ohne Schutzelektronik unterscheiden. Denn diese Geräte lassen sich zumindest ein- und ausschalten und signalisieren das fast immer dadurch, dass zumindest ein Licht angeht. Solltest du dir dennoch bei einem Gerät unsicher sein, frage im Zweifelsfall bitte vor dem Kauf beim Händler nach.

Einweg-E-Zigaretten

Das ist die kleinste Form der E-Zigarette und ich halte davon wenig bis gar nichts. Diese E-Zigaretten sind nicht oder kaum größer als eine herkömmliche Zigarette. Manche muss man sogar wegwerfen, wenn sie leergedampft sind (ganz klasse für die Umwelt), andere kann man wieder aufladen. Für manche gibt es fertige, mit Liquid befüllte Kartuschen, in denen auch gleich die Verdampfereinheit inkludiert ist (ebenfalls ganz klasse für die Umwelt und dazu noch unverschämt teuer).

All diese E-Zigaretten sind Backendampfer und produzieren nur sehr geringe Mengen Dampf. Tu dir selber den Gefallen und vergiss diesen Müll. Das ist zum Fenster rausgeworfenes Geld und ich habe diese Geräte nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Einteilige E-Zigaretten

Diese Geräte bestehen i.d.R. aus einem Stück. Der Verdampfer ist mit der stromliefernden Einheit fest verbunden, d. h. der Verdampfer kann nicht durch einen anderen ersetzt werden. Meist haben diese Geräte nur einen einzigen Knopf, mit dem man das Gerät durch mehrmaliges Drücken ein- und ausschalten und es durch einmaliges, längeres Drücken zum Dampfen aufheizen bzw. befeuern kann. Manche Geräte haben darüber hinaus zwei Modi, einen für mehr Leistung/Dampf und einen für weniger.

Es gibt sogar einige dieser recht einfachen Geräte, bei denen man den Verdampfer abschrauben und ggf. durch einen anderen ersetzen kann. Wenn man das möchte, sollte man jedoch darauf achten, dass der Verdampfer einen genormten Anschluss (510er) hat, damit andere Verdampfer auch tatsächlich passen.

Der Vorteil dieser Geräte liegt in ihrer meist recht geringen Größe und den eher geringen Anschaffungskosten. Mittlerweile gibt es in diesem Segment auch durchaus Geräte, die ein brauchbares Dampferlebnis liefern. Es gibt Geräte sowohl zum Backen- als auch zum Lungendampfen bzw. Hybridversionen, die beide Techniken gleichermaßen abdecken sollen.

Die geringe Größe und die niedrigen Anschaffungskosten haben jedoch auch ihren Preis. Gemessen an größeren Geräten ist die Stromkapazität recht gering. Der Akku ist nicht wechselbar, das Gerät muss also relativ häufig aufgeladen werden. Manche Geräte kann man weiterdampfen, während sie geladen werden, bei anderen ist das nicht möglich.

Da Akkus nicht ewig halten, muss man das komplette Gerät (bitte fachgerecht) entsorgen, wenn der Akku das Ende seiner Lebensphase erreicht hat. Gerade Neudampfer, die mit dem Rauchen aufhören wollen, stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Nichts ist frustrierender als eine leere E-Zigarette, wenn die Sucht an einem nagt.

Mein Fazit: Wenn du dir noch gar nicht nicht sicher bist, ob Dampfen überhaupt etwas für dich ist, kauf dir ruhig ein solches Einstiegsgerät. Die gibt es mittlerweile bereits ab 20-30 Euro. Später kannst du dir dann etwas Größeres zulegen und deine erste kleine Dampfe für den Notfall verwahren oder verschenken.

Zweiteilige E-Zigaretten

Diese Geräte haben i.d.R. mehr Einstellungsmöglichkeiten, d.h. du kannst stufenlos regulieren, wie viel Leistung sie abgeben sollen. Verdampfer und Akkuträger können voneinander getrennt werden und sind auch in Kombination mit anderen Verdampfern/Akkuträgern verwendbar. Verbunden werden die beiden Einheiten über einen genormten Anschluss – den 510er-Anschluss. Damit wird der Verdampfer in den Akkuträger geschraubt und mit Strom versorgt.

Sowohl Akkuträger als auch Verdampfer kann man einzeln kaufen. Für den Einstieg gibt es mittlerweile jedoch auch Bundles, also einen Akkuträger inklusive dazu passendem Verdampfer. Sofern es sich um einen Akkuträger mit wechselbarer Akkuzelle handelt, muss man die Zelle ggf. noch zusätzlich erwerben. Verdampfer, Akkuträger und Akku müssen zusammenpassen – deshalb ist es für Neueinsteiger so kompliziert, hier die richtige Wahl zu treffen. Dabei ist das gar nicht so schwierig, sofern man das nötige Grundwissen hat.

Dieses Wissen vermittele ich dir in den nächsten Teilen und weil Akkuträger, Akku und Verdampfer drei verschiedene Dinge sind, widme ich jedem einen eigenen Abschnitt.

4. Akkuträger der E-Zigarette

Teilweise bezeichnet man Akkuträger auch als „Box“ oder „Mod“, wobei Akkuträger die in Deutschland gängigste Bezeichnung ist. Es gibt Akkuträger mit fest verbauten Akkus. Bei den meisten lassen sich die Akkus jedoch wechseln. Ein fest verbauter Akku hat den Vorteil, dass man den Akku nicht zusätzlich kaufen muss und man dabei keinen Fehler machen kann. Außerdem sind diese Geräte oft etwas kleiner und kompakter. Für mich überwiegen jedoch klar die Nachteile.

Denn ist der Akku leer, muss das Gerät ans Ladekabel. Und lässt die Kapazität des Akkus irgendwann nach, muss man das komplette Gerät entsorgen. Daher bin ich ein großer Freund von Akkuträgern, bei denen man die Akkus wechseln kann. Mit Ersatzakkus kommst du so immer über den Tag und kannst auch längere Zeiten überbrücken, in denen du nicht aufladen kannst.

Dampfer ABC

Die Software des Akkuträgers / Was man einstellen kann

Der geregelte Akkuträger kann noch mehr, als seinen Anwender vor kritischen Anwendungsfehlern zu schützen. Er bietet – abhängig vom Modell – zahlreiche Funktionen, die das Dampfen angenehmer machen.

In der Regel bietet jeder geregelte Akkuträger Informationen zum Ladestand der Akkus, zum Widerstandswert des verwendeten Coils und zur eingestellten Leistungsabgabe. Darüber hinaus gibt es häufig weitere Features wie Zugzähler, ein eigenes Logo auf dem Display, eine Uhr und anderes.

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Die wichtigste Funktion ist jedoch die Regulierung der auf den Coil abgegebenen Leistung. Dazu stehen je nach Gerät verschiedene Modi bereit.

Der Watt-Modus

Diesen Modus bieten alle geregelten Akkuträger und dieser wird von Dampfern auch am häufigsten genutzt. Für den Einstieg empfehle ich dir, ebenfalls diesen Modus zu nutzen, denn die Bedienung ist denkbar einfach. Mit Watt bezeichnet man die Einheit elektrischer Leistung. Ganz untechnisch ausgedrückt, eine 40-Watt-Glühbirne leuchtet doppelt so hell wie eine 20-Watt-Glühbirne.

Verwendest du als Lichtschalter einen Dimmer, kannst du die 40-Watt-Glühbirne jedoch durch Dimmen genauso hell wie eine 20-Watt-Birne leuchten lassen. Der Akkuträger funktioniert ähnlich. Über seine Plus- und Minustasten kannst du die Leistung erhöhen oder senken und damit Einfluss auf die Menge und auch Temperatur des Dampfes nehmen.

Die Wattleistung lässt sich normalerweise in 0,1-Watt-Schritten einstellen. Diese sehr feine Einstellungsmöglichkeit wird aber nur für das Backendampfen gebraucht. Als Lungendampfer reichen 1-Watt-Schritte vollkommen aus.

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Der Temperatur-Modus

Viele Akkuträger bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit des temperaturgeregelten Dampfens (Temperature Control, TC). Dampft man im Watt-Modus, wird permanent die gleiche Leistung auf den Coil abgegeben. Der Coil wird also immer heißer, je länger man ihn mit Strom versorgt. D.h. je länger man an der E-Zigarette zieht, desto wärmer wird der Dampf. Dampft man moderat, macht sich der Temperaturanstieg nicht sonderlich bemerkbar.

Die beim Inhalieren beigemischte Luft reicht aus, um den Dampf auf einer angenehmen Temperatur zu halten. Dampft man jedoch mit hoher Leistung, kann der Dampf bereits nach sehr kurzer Zeit unangenehm heiß werden. Beim temperaturgeregelten Dampfen reduziert der Akkuträger die Leistungsabgabe automatisch, sobald der Coil die eingestellte Betriebstemperatur erreicht hat.

Da es im Coil jedoch kein Thermometer gibt, wird die Temperatur über den sich beim Erhitzen verändernden Widerstand des Coils gemessen. Damit die Temperatur messbar ist, muss die Veränderung des Widerstandes bei unterschiedlichen Temperaturen ausreichend groß sein. Daher muss man ein Metall verwenden, welches diese Eigenschaften besitzt.

Nicht alle Metalle und Legierungen sind dafür geeignet. Deshalb kann man für diese Art zu dampfen nur Drähte verwenden, die aus Nickel, Titan oder Edelstahl gefertigt sind. Der Akkuträger hat verschiedene TC-Modi („temperature control“) für die jeweiligen unterschiedlichen Materialarten.

Damit die Widerstandsmessung tatsächlich funktioniert, muss der Widerstandswert des verwendeten Coils bei Zimmertemperatur in den Akkuträger eingeloggt (gespeichert) werden. Das temperaturgesteuerte Dampfen ist jedoch eher eine Randerscheinung. Deshalb werde ich diese Form des Dampfens innerhalb dieser Reihe nicht weiter vertiefen.

Pre-Heat-Funktion

Mittlerweile gibt es auch Geräte mit einer sogenannten „Pre-Heat-Funktion“. Man dampft zwar weiterhin im Watt-Modus, kann aber über den Zeitraum des Feuerns dennoch Einfluss auf die abgegebene Leistung nehmen. Z. B. kann man das Gerät so einstellen, dass am Anfang mit mehr Leistung gefeuert wird, um den Coil auf Betriebstemperatur zu bringen. Teilweise kann man sogar Leistungskurven anlegen. Aber das ist für den Anfang alles gar nicht wichtig und man kommt auch sehr gut ohne diese Features klar.

Software- bzw. Firmware-Updates

Bei vielen Akkuträgern lässt sich die Software (Firmware) updaten. Der Hersteller stellt dazu ein PC-Programm bereit. Der Akkuträger wird mittels USB an den PC angeschlossen. Das Update-Programm erkennt das Gerät und man kann die neue Firmware aufspielen. Zum normalen Dampfen im Wattmodus ist das jedoch normalerweise nicht nötig. Man muss also nicht immer die neueste Software auf seinem Akkuträger haben. Allerdings lässt sich über das PC-Programm bei einigen Akkuträgern ein eigenes Logo aufspielen – diese Funktion erfreut sich großer Beliebtheit.

Warnung: Für einige Akkuträger wird mittlerweile auch herstellerfremde Firmware mit erweiterten, zweifelhaften Funktionen angeboten. Ich kann nur dringend davon abraten, derartige Software zu verwenden. Zum einen erlischt damit die Gerätegewährleistung/-garantie. Zum anderen kann niemand sagen, wie sich eine derartige Software auf die Sicherheitsfeatures eines Akkuträgers auswirkt.

Spielt man versehentlich gar die falsche Software auf, kann das Gerät unter Umständen gar nicht mehr in Betrieb genommen werden und ist fortan reiner Elektronikschrott.

Anzahl der Akkus im Akkuträger

Je nach Modell kann der Akkuträger einen, zwei, drei und mittlerweile sogar vier Akkus aufnehmen. Je mehr Akkus das Gerät fast, desto schwerer und klobiger wird es. Das Gewicht und die Ausmaße eines Akkuträgers mit drei Akkus inkl. Verdampfer ist nicht zu verachten. Da kommt schnell ein halbes Kilo oder mehr zusammen und so ein Gerät trägt man dann nicht mehr in der Hosentasche spazieren.

Persönlich empfinde ich es als angenehmer, einen kleinen Akkuträger mit nur einem Akku zu verwenden und dafür dann häufiger den Akku zu wechseln. Wer z. B. auch beim Autofahren dampfen möchte, wird ein handliches Gerät sehr zu schätzen wissen.

Allerdings stoßen Akkuträger mit nur einem Akku deutlich schneller an ihre Grenzen, wenn es darum geht, in höheren Leistungsbereichen zu dampfen und dabei viel Dampf zu erzeugen (dazu später mehr, wenn es um die Verdampfer geht). Hersteller von Akkuträgern geben deshalb immer an, bis wie viel Watt der Akkuträger maximal genutzt werden kann.

Diese Angaben sollte man jedoch etwas relativieren. Denn man wird nicht lange Freude haben, wenn man einen Akkuträger bis ans obere Limit ausreizt. Akkuträger mit einer 18650er-Akkuzelle (was das ist, erkläre ich später genauer – es ist jedenfalls die für Akkuträger gängigste Zelle) haben meist eine maximale Leistungsabgabe von ungefähr 75 Watt. Das ist schon recht ordentlich und für einen guten Teil aller Dampfer absolut ausreichend.

Allerdings gilt: Je leerer ein Akku wird, desto geringer ist seine Spannung. Dampft man mit einer halbleeren Zelle bei eingestellten 70 Watt, ist der Akkuträger schon nicht mehr in der Lage, diese 70 Watt zu liefern und reduziert die Leistungsabgabe. Auf dem Display erscheint dann beim Feuern z. B. die Meldung „Weak Battery“ und es kommt weniger Dampf als erwartet. Im Ergebnis brauchst du deutlich mehr Akkus als mit einem mehrere Zellen fassenden Akkuträger.

Meine persönliche Faustregel lautet: Pro benötigten 45 Watt eine Zelle. Damit kommt man eigentlich gut klar und man kann die Akkukapazität ordentlich ausnutzen. Mit steigender Anzahl der Zellen wird die Ausnutzung der Kapazität jedoch immer besser, das sollte man im Hinterkopf behalten.

Meine Empfehlung: Möchtest du Backendampfen, wähle einen Akkuträger mit einer Zelle. Fürs Backendampfen benötigt man Leistungen, die irgendwo zwischen 7 und 20 Watt liegen. Da reicht eine Zelle locker aus und man wird mit einem handlichen Gerät belohnt. Möchtest du Lungendampfen, entscheide dich für ein Gerät mit zwei Zellen.

Auch hier gibt es noch einigermaßen handliche Akkuträger und du hast auch leistungstechnisch ausreichend Luft nach oben, um große Wolken zu machen. Gehörst du zur „Je mehr desto besser“-Fraktion, kaufe dir einen Akkuträger mit mindestens drei Zellen und lebe fortan mit dem Spitznamen „Der Nebelmann“.

Spielt Größe und Gewicht des Akkuträgers für dich jedoch nur eine untergeordnete Rolle, macht es durchaus Sinn, ein Gerät mit mehr Zellen zu wählen. Zu Hause nutze ich auch oft einen Akkuträger mit drei Zellen, obwohl ich selten über 70 Watt dampfe. Der fällt nicht so leicht um und eine Ladung reicht meist für den kompletten Tag.

Dürfen unterschiedliche Akkus in einen Akkuträger?

Nein – zusammen dürfen immer nur die gleichen Akkus verwendet werden und du solltest diese Akkus wenn möglich auch immer gemeinsam aufladen. Bei geregelten Akkuträgern schützt zwar die Elektronik vor zu großen Abweichungen der Akkus untereinander. Allerdings produziert der Akkuträger dann eine Fehlermeldung und du kannst nicht dampfen.

Wenn du dir also einen Akkuträger mit mehreren Akkus zulegst, kaufe immer einen ganzen Satz Akkus. Kennzeichne sie am besten mit einem Edding oder einem Aufkleber, damit du sie nicht versehentlich durcheinanderbringst.

5. Akku der E-Zigarette

Da es hier auch um Sicherheit geht, behandele ich dieses Thema sehr ausführlich. Bei Akkus besteht meiner Erfahrung nach bei Anwendern sowieso die größte Unsicherheit und der meiste Aufklärungsbedarf. Selbst in Dampfershops bekommt man während der Beratung teilweise haarsträubende Erklärungen.

Welche Akkuzellen werden in E-Zigaretten verwendet?

Bei den zum Dampfen verwendeten Zellen handelt es sich um sogenannte Industriezellen. Diese Zellen werden nicht speziell für E-Zigaretten gefertigt, sondern normalerweise fest verbaut. Man findet sie in Notebooks, Akkuschraubern und ähnlichen Geräten, die viel Leistung benötigen. Eigentlich sind diese Zellen auch nicht für Endverbraucher gedacht, deshalb steht auf den Zellen außer einer meist sehr kryptischen Typenbezeichnung nicht viel drauf.

Plus- und Minuspol sind nicht gekennzeichnet und Leistungsangaben sucht man vergebens. Der Überzug aus Plastik (Schrumpfschlauch) ist dünn und anfällig für Beschädigungen. Die Akkus müssen also vorsichtig behandelt werden.

Was tun, wenn ein Akku beschädigt ist?

Ist die Außenhülle beschädigt und kommt darunter blankes Metall zum Vorschein, muss das geflickt werden. Insbesondere in Akkuträgern, die mehr als eine Zelle benötigen, sollte der Akku so nicht mehr verwendet werden. Ein Streifen Tesafilm oder besser noch etwas Isolierband reicht als Erste-Hilfe-Maßnahme aus. Ist die (oft weiße) Isolierscheibe unter der Hülle am Pluspol beschädigt oder gar abgefallen, darf der Akku jedoch nicht mehr verwendet werden! Es kann zu einem Kurzschluss beim Einlegen in den Akkuträger kommen.

Ist der Akku selber beschädigt, z. B. ist er runtergefallen und hat eine Delle, darf er unter keinen Umständen weiterverwendet werden!

Wie werden Akkus transportiert?

Akkus darfst du niemals lose und unverpackt transportieren. Nutze dazu bitte eine Transportbox (Akkusafe). Kommt ein unverpackter Akku unglücklich mit Metall (z. B. einem Schlüssel) in Kontakt, kann es zu einem Kurzschluss kommen. Dein Akku kann explodieren und abbrennen. Kaufe einen geeigneten Safe – am besten direkt mit den Akkus.

Wenn der Händler keinen auf Lager hat, gibt es die bei Amazon auf jeden Fall. Übergangsweise kannst du die Akkus auch einzeln (!) eingewickelt in einem kleinen Gefrierbeutel o. Ä transportieren. Ein ordentlicher Akkusafe ist dieser Methode jedoch vorzuziehen.

Wie werden Akkus entsorgt?

Akkus gehören in den Sondermüll. Du kannst sie in Batterie-Sammelboxen werfen (stehen in Geschäften, die Batterien verkaufen). Aber klebe bitte unbedingt vorher die Pole mit Isolierband oder zumindest Tesafilm gründlich ab. Sonst besteht die Gefahr, dass der Akku in der Sammelbox einen Kurzschluss produziert – mit den bereits geschilderten Folgen.

Was bedeutet 18650?

Die meisten Akkuträger benötigen 18650er-Zellen. Die Nummer sagt aus, dass es sich um eine runde Zelle (die letzte Null) mit 18 mm Durchmesser und 65 mm Länge handelt. Einige wenige Akkuträger benötigen auch dickere oder kürzere Zellen. Ich empfehle dir jedoch, dich beim ersten Akkuträger für einen zu entscheiden, der mit einer oder mehreren 18650-Zellen betrieben wird. Bei diesen Zellen gibt es die größte Auswahl.

Der Pluspol

Den Pluspol der Zelle erkennst du an der meist weißen Isolierscheibe, die unter der Plastikhülle zu erkennen ist. Ist der Pluspol erhöht („Button Top“), sieht man den hervorstehenden Nuppel. Ist der Pluspol flach („Flat Top“) kann man um ihn herum eine kreisförmige Vertiefung und die Stege erkennen, die ihn halten.

Die meisten Akkuträger verwenden Akkus mit flachem Pluspol. Wenn nichts weiter angegeben ist, wird es eine Flat-Top-Zelle sein. Theoretisch könnte man auch eine Zelle mit erhöhtem Pol verwenden, allerdings sind diese dann meist etwas zu hoch und passen nicht. Button-Top-Zellen kommen meist eher in Akkuträgern zum Einsatz, in denen die Zellen nicht neben- sondern hintereinanderliegen und sich mit den Polen berühren (sogenannte Tuben). Frage im Zweifelsfall den Händler, welche Zellen in dem von dir ausgesuchten Akkuträger verwendet werden müssen.

Kapazität und maximaler Entladestrom

Die Kapazität eines Akkus wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Je mehr mAh ein Akku hat, desto länger hält er bis er leer ist. Der Wert des maximalen Entladestroms in Ampere (A) gibt an, wie schnell man den Strom aus der Zelle maximal entnehmen darf, ohne die Sicherheit der Zelle zu gefährden. Wird ein Akku überlastet, kann er entgasen und/oder abbrennen.

Für den maximalen Entladestrom gibt es eigentlich zwei Werte. Einen Wert für die dauerhafte, konstante Entnahme und einen für die Pulslast. Pulslast bedeutet, dass Strom nur kurzfristig entnommen wird. Einer Zelle kann man kurzfristig, also für wenige Sekunden, durchaus mehr Strom entnehmen, als das bei anhaltender Entnahme möglich ist. Allerdings findet man nur selten Angaben zur genauen Pulslast. Es gibt Webseiten, die ggf. Informationen dazu liefern.

Bevor man sich für einen Akku entscheidet, sollte man noch einmal googeln, ob man einen Test dazu findet. Es gibt eine Regel: Je höher die Kapazität eines Akkus, desto geringer ist sein maximaler Entladestrom! Um also den für dich bestmöglich passenden Akku zu finden, musst du eigentlich wissen, wie viel Entladestrom du ihm maximal entnehmen wirst – und das hängt davon ab, in welchem Leistungsbereich du dampfst.

Das ist jedoch einigermaßen kompliziert, deshalb handhabe ich es für mich auch anders: Ich orientiere mich an der Herstellerempfehlung zum Akkuträger. So bin ich immer auf der sicheren Seite, egal mit wie viel Leistung ich dampfe.

Hersteller von geregelten Akkuträgern empfehlen meist Akkus mit einer Mindestleistung von 25 A für den maximalen Entladestrom. Die Elektronik der Akkuträger verhindert nämlich, dass der Zelle mehr als diese Maximalleistung entnommen wir. Selbst wenn die Zelle in der Lage wäre, mehr Leistung sicher zu liefern. Insofern ist es völlig sinnlos, Zellen zu verwenden, die höhere Werte für den Entladestrom haben. Denn diese Zellen haben gleichzeitig auch eine geringere Kapazität.

Auch wenn der Hersteller selber meist 25A-Akkus empfiehlt, ist ein guter Akku eines namhaften Herstellers mit 20 A maximalem Entladestrom für einen geregelten Akkuträger i.d.R. absolut ausreichend. Das gilt selbst dann, wenn man ihn bis an seine Grenzen ausreizt (Wir erinnern uns: Pulslast). Teilweise gibt es auch Akkus, die „nur“ mit 15 A spezifiziert sind und ihre Arbeit im Akkuträger dennoch völlig problemlos und sicher verrichten.

Geschütze oder ungeschützte Akkuzelle?

Genau wie beim Akkuträger gibt es auch bei Akkus eine Schutzelektronik. Das ist eine kleine Platine (das PCB, „printed circuit board“), meist am Minuspol der Zelle, welche die Auslieferung des Stroms unterbricht, wenn der Akku überlastet wird. Das soll die Verwendung des Akkus sicherer machen. Diese Zellen können wir zum Dampfen nicht gebrauchen. Zum Dampfen brauchen wir Zellen ohne Schutz. Zellen mit PCB werden wahrscheinlich auch nicht in den Akkuträger passen, denn sie sind genau wie Button-Top-Zellen zu hoch.

Die Akkus welcher Hersteller sind gut?

Für mich sind das bei 18650er-Zellen die Akkus von Samsung, Sony und LG. Entscheidend ist, dass man bei diesen Herstellern auf die Leistungsangaben vertrauen kann. Und das ist leider nicht bei allen Herstellern gegeben. Andere Akkus kommen bei mir nicht in die Dampfe. Samsung, Sony und LG bieten diverse 18650er-Zellen an, von denen natürlich nicht alle zum Dampfen geeignet sind. Die nach heutigem Stand (01.02.2017) für mich sinnvollsten Zellen für geregelte Akkuträger sind, egal wie viele Zellen er fasst, diese beiden Akkus:

  • Samsung INR 18650-30Q – Flat Top – 3000mAH (15A)
  • LG INR18650HG2 – 3000mAh (20A)

Mit diesen Zellen kannst du das volle Leistungsspektrum deines Akkuträgers ausschöpfen.

Tipp: Eine Überlastung der Akkuzellen macht sich normalerweise dadurch bemerkbar, dass die Akkus heiß werden. Wenn Du mit hohen Leistungen dampfst und dir nicht sicher bist, ob deine Akkus damit klarkommen, kontrolliere ihre Temperatur. Ein Akku sollte nicht viel wärmer als handwarm werden. Empfindest du ihn in der Hand als deutlich heiß, benutze ihn nicht weiter.

Eine Akkutemperatur von 60 Grad ist zwar i.d.R. nach Spezifikation des Herstellers gerade noch ok, allerdings würde ich keinen Akku in einer E-Zigarette verwenden wollen, der diese Temperaturen erreicht. Verwechsele ein Erhitzen des Akkus nicht mit dem Erhitzen des Verdampfers!

Beim Lungendampfen mit höherer Leistung ist es völlig normal, dass der Verdampfer um die Verdampferkammer herum heiß wird. Sollte der Verdampfer so heiß werden, dass du dir die Finger daran verbrennst, gönne dem Gerät eine Pause zum Abkühlen. Die Temperatur der Akkus kontrollierst du am besten, indem du sie aus dem Gerät heraus- und in die Hand nimmst.

Diese Akkus sollte man nicht verwenden

Das große Problem mit Akkus ist, es ist nicht immer drin, was drauf steht, und das kann gefährlich werden. Man muss sich auf seine Akkus verlassen können. Akkus, die ein „Fire“ im Namen tragen und/oder auf denen Flammen abgebildet sind, gehören nicht in eine E-Zigarette, der Name ist hier oft Programm.

Die Leistungsangaben auf diesen Akkus haben i.d.R. nichts mit den tatsächlichen Leistungen der Zelle zu tun, sondern entspringen rein der Phantasie. Teilweise handelt es sich gar um recycelte Zellen. Die Akkus werden irgendwo eingekauft und erhalten einfach einen neuen Schrumpfschlauch. Zurecht kann man ein derartiges Vorgehen als hochkriminell bezeichnen. In E-Zigaretten haben diese Akkus jedenfalls nichts zu suchen.

Wo kann man Akkus kaufen?

Akkus lassen sich leider sehr einfach fälschen. Ein Stück farbiges Plastik mit einer aufgedruckten Nummer reicht aus, um aus einer alten, recycelten Zelle optisch einen Markenakku zu machen. Ein Laie kann ihn nur schwer oder gar nicht vom Original unterscheiden. Aus diesem Grund sollte man nur bei sicheren Quellen kaufen. Recht sichere Quellen sind Dampfergeschäfte. Hier kannst du davon ausgehen, dass man dir zumindest nicht bewusst gefälschte Ware verkaufen wird.

Wo sollte man beim Kauf vorsichtig sein?

Ich persönlich würde Akkus zum Dampfen nicht bei Amazon kaufen. Ich habe zwar durchaus Vertrauen in Amazon, nur werden die Zellen i.d.R. nicht direkt über Amazon, sondern von Händlern verkauft, die Amazon lediglich als Verkaufsplattform nutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich unter diesen Händlern auch schwarze Schafe befinden.

Wenn du bei Amazon kaufen möchtest, solltest du zumindest darauf achten, dass der Händler in Deutschland sitzt. Außerdem solltest darauf bestehen, eine ordentliche Rechnung zu erhalten, aus der auch die Anschrift des Händlers hervorgeht.

Des Weiteren würde ich keine Akkus in chinesischen Shops kaufen. Es gibt tolle chinesische Shops, in denen man eine phantastische Auswahl an Verdampfern, Akkuträgern und Zubehör findet. De facto gibt es keinen deutschen Onlinehändler, der hier auch nur annähernd mithalten kann.

Wer Geduld in Bezug auf lange Lieferzeiten hat und sich nicht scheut, seine Ware hin und wieder auch mal beim Zoll abholen zu müssen, kann dort sehr günstig und gut einkaufen – nur eben bitte keine Akkus!

Der Sony-Konion-US18650VTC5A-Mythos

Immer wieder sehe ich in Facebookgruppen für Dampfer, dass bei der Frage nach einer Akkuempfehlung der Sony Konion VTC5A genannt und als „bester Dampferakku der Welt“ angepriesen wird. Denn er hat sagenhafte 35 A maximale Stromabgabe unter Dauerlast. Das stimmt auch und an der Qualität des Akkus gibt es nichts zu meckern. Allerdings hat er dafür auch nur 2.600 mAh Kapazität und ist noch dazu recht teuer.

Man kann diesen Akku durchaus in geregelten Akkuträgern verwenden und macht damit nichts falsch. Aber wie du ja gerade erfahren hast, verschenkst du damit unnötige Leistung. Dein geregelter Akkuträger kann die 35 A gar nicht ausschöpfen. Deshalb ist dieser Akku perfekt zum ungeschützten mechanischen Dampfen geeignet, wenn man mit sehr „sportlichen“ Coils dampft. Für alles andere gibt es jedoch besser geeignete und noch dazu günstigere Akkus.

Braucht man ein Ladegerät?

Fast alle geregelten Akkuträger bieten die Möglichkeit, die Akkus im Gerät zu laden. Allerdings empfiehlt so gut wie kein Hersteller das auch tatsächlich zu tun. Man kann das mal machen und es ist nicht gefährlich, das zu tun. Allerdings werden die Akkus meist nicht richtig geladen und haben damit dann weniger Kapazität.

Bei Akkuträgern mit mehreren Akkus werden die Akkus dazu meist nicht unbedingt gleichmäßig aufgeladen. Man kann die Akkus dann zwar bei jedem Ladevorgang im Gerät rotieren lassen, auf Dauer ist das jedoch keine Lösung. Für den Anfang kannst du im Gerät laden, solltest dir jedoch in absehbarer Zeit ein geeignetes externes Ladegerät zulegen.

Es gibt bereits günstige für 15-20 Euro, die tadellos funktionieren. Es muss nur ein Ladegerät für 18650er-Li-Ionen-Akkus sein. Ich selber nutze den „Intellicharger i4“ von Nitecore. Das ist ein günstiges Ladegerät mit vier Schächten. Es gibt auch den „Intellicharger i2“ mit nur zwei Schächten.

6. Verdampfer von E-Zigaretten

Funktionsweise eines Tankverdampfers (Fertigcoil-Verdampfer, Selbstwickel-Verdampfer, Hybrid-Verdampfer)

Grundsätzlich muss man erst einmal zwischen Fertigcoil-Verdampfern, Selbstwicklern und Hybriden unterscheiden. Ein klassischer Tankverdampfer (Bottom Coil Clearomizer) besteht aus einem Tank, in dem das Liquid gespeichert ist, und der Verdampferkammer, in der der eigentliche Verdampfungsprozess stattfindet. Der Tank selber ist meist aus Glas (deshalb „Clearomizer“), so dass man den Füllstand des Liquids erkennen kann.

Die Verdampferkammer liegt unterhalb des Tanks (deshalb „Bottom Coil“), damit das Liquid von oben nachfließen kann. Von der Verdampferkammer führt ein im Mundstück endender Kamin durch den Tank, damit man den Dampf auch inhalieren kann. Es gibt auch andere Systeme, dazu jedoch später mehr. Der „Bottom Coil Clearomizer“ ist die gängigste Form eines Tankverdampfers und so ein System empfehle ich dir auch für deinen ersten Verdampfer.

Der Coil (Heizspirale)

Innerhalb der Verdampferkammer befindet sich der „Coil“, eine Spirale aus Draht, die erhitzt wird und an der das Liquid verdampft. Damit das Liquid überhaupt bis an den Coil gelangt, führt entweder ein Wattestrang durch ihn hindurch oder er ist mit Watte ummantelt. Die Watte steht in Kontakt mit dem Tank, so bleibt sie immer feucht.

Draht und Watte sind Verschleißteile und müssen regelmäßig gewechselt werden. Wie oft gewechselt werden muss, kann man nicht pauschal beantworten. Das ist stark abhängig davon, welches Liquid man dampft und wie hoch die Leistung beim Dampfen eingestellt ist. Aber auch der Verdampfer selbst spielt eine Rolle.

Fertigcoils / Selbstwickler

Bei sogenannten Fertigcoil-Verdampfern befinden sich Coil inkl. der Watte in einer Metallkapsel (Fertigcoil), die als Verdampferkammer fungiert. Diese Kapsel wird in den Verdampfer gesteckt oder geschraubt. Es handelt sich dabei um ein regelmäßig zu wechselndes Ersatzteil, welches man einzeln oder im Set kaufen kann. Ist ein Coil verschlissen, zieht oder schraubt man ihn aus dem Verdampfer heraus und setzt einen neuen ein. Mehr muss man nicht tun.

Hinweis: Vor Einsetzen des Coils in den Verdampfer sollte man einige Tropfen Liquid auf die Watte geben, damit sich diese besser vollsaugen kann. Nach dem Einsetzen in den mit Liquid befüllten Verdampfer ist es angeraten, einige Minuten zu warten, bevor man die E-Zigarette benutzt. Ist die Watte noch nicht ausreichend mit Liquid getränkt, verkokelt sie beim Befeuern der E-Zigarette und der Dampf schmeckt verbrannt. Diesen Geschmack bekommt man nur schwer aus dem Coil heraus – meist muss er danach gewechselt werden.

Bei einem Selbstwickler fertigt man die Drahtspirale selber an und zieht auch selber die Watte hindurch. Die Verdampferkammer derartiger Verdampfer hat i.d.R. einen Boden (die sogenannte „Base“), den man herausschrauben kann. Dort kann man dann seine eigene Wicklung einsetzen. Der Vorteil von Selbstwicklern liegt neben den geringeren Kosten für den Coil insbesondere in der besseren Einflussnahme auf den Geschmack und die Dampfleistung des Verdampfers.

Ein hybrider Verdampfer ist eigentlich ein Fertigcoil-Verdampfer, für den es auch eine Selbstwickeleinheit gibt. Allerdings ist diese Selbstwickeleinheit meist nicht vergleichbar mit einem reinen Selbstwickler. Es bleibt ein Kompromiss.

Meine Empfehlung: Für den Anfang empfehle ich dir dringend, dich für einen Fertigcoil-Verdampfer zu entscheiden. Du solltest zumindest einen Verdampfer haben, der zuverlässig arbeitet und der immer einsatzbereit ist. Dein zweiter Verdampfer darf dann ruhig ein Selbstwickler werden.

Spätestens, wenn du dich an deiner ersten Wicklung versuchst, wirst du meinen hier gegebenen Rat verstehen. Selber wickeln ist jedoch ein Thema für sich und würde hier den sowieso bereits sehr weit gesteckten Rahmen komplett sprengen. Deshalb werde ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Der Ohm-Wert (Widerstand) und was er aussagt

Zurück zu den Fertigcoils. Für Fertigcoil-Verdampfer gibt es meist verschiedene Fertigcoils, die unterschiedliche Leistungsbereiche abdecken. Zu diesen Coils ist immer zumindest ein Ohm-Wert angegeben. Der Ohm-Wert bezeichnet den elektrischen Widerstand der Wicklung bzw. des Coils.

Je dicker ein Draht ist, desto geringer ist sein Widerstand. Je länger ein Draht ist, desto höher ist sein Widerstand. Auch das Metall, das für den Draht verwendet wird, nimmt Einfluss auf den Widerstand. Die beiden gängigsten Drahtsorten sind Kanthal und V2A oder V4A Edelstahl. Kanthal hat einen höheren Widerstand als Edelstahl.

Je größer die Fläche ist, an der Liquid verdampfen kann, desto mehr Dampf lässt sich damit erzeugen – logisch. Die Länge einer Wicklung ist beschränkt durch die Abmessungen der Verdampferkammer, deshalb kann man sie nicht beliebig lang machen. Außerdem heizen die Spulen nicht gleichmäßig, sondern immer von der Mitte her nach außen auf.

Ist eine Spule zu lang, wird die Hitzeverteilung zu ungleichmäßig. Im schlimmsten Fall verbrennt in der Mitte bereits die Watte, während an den Rändern der Spule noch gar nicht richtig verdampft wird. Da ein dicker Draht mehr Platz benötigt, kann man mit diesem auf derselben Länge nicht so viele Windungen unterbringen wie mit einem dünnen – auch logisch. Daraus folgt: Je dicker der Draht einer Wicklung, desto geringer der elektrische Widerstand. Das lässt sich auch nicht beliebig durch mehr Drahtlänge abfedern.

Werden in einem Verdampfer zwei Coils verbaut, halbiert sich der Widerstand, da der Strom über zwei Wege einfacher fließen kann als nur über einen einzigen. Man spricht hier von „Dual-Coils“. Zu beachten ist, dass beide Coils exakt gleich gebaut sein müssen. Es gibt auch Verdampfer, in denen drei, vier, sechs, acht oder gar noch mehr Coils verbaut sind. Derartige Gebilde dienen i.d.R. dazu, extrem große Wolken zu produzieren.

Was lässt sich aus der Angabe zum Ohm-Wert schließen?

Im Normalfall gilt: Je geringer der Widerstand, desto mehr Leistung benötigt man, um den Draht aufzuheizen und desto mehr Dampf erzeugt man damit dann auch. Das ist allerdings keine eiserne Regel, sondern nur eine Richtschnur. Man kann durchaus Wicklungen mit mehr Widerstand erzeugen, die mehr Dampf produzieren als Wicklungen mit geringerem Widerstand.

Aber diese Richtschnur hilft dir, die Angaben von Fertigcoils zu bewerten. Mit einem 0,2-Ohm-Fertigcoil wirst Du wahrscheinlich mehr Dampf erzeugen als mit einem 0,5-Ohm-Fertigcoil für den gleichen Verdampfer. Zumindest wenn normaler Draht verarbeitet wurde.

Es gibt Spezialdrähte wie z. B. Clapton Draht (benannt nach Eric Clapton, weil der Draht wie eine Gitarrenseite gefertigt ist). Dieser Draht besitzt meist eine Seele aus dickerem Draht, um die dünnerer Draht gewickelt ist. Der Widerstand liegt in etwa beim Widerstand des Drahtes, aus dem die Seele gefertigt ist.

Auf diese Art kann man Drähte noch dicker machen, ohne den Widerstand zu sehr zu senken. Außerdem haben diese Drähte extrem viel Auflagefläche für das Liquid, weil es auch in die Spalten zwischen dem äußeren Draht dringt. Ein Fertigcoil mit Clapton Draht wird also, auch wenn er z. B. mit 0,5 Ohm bezeichnet ist, oftmals mehr Dampf entwickeln als ein mit 0,2 Ohm spezifizierter Fertigcoil aus normalem Draht.

Oft (aber leider nicht immer) wird neben dem Ohm-Wert auch der Leistungsbereich (von X-Y Watt) für einen Fertigcoil angegeben. Auch das ist ein hervorragender Indikator für die zu erwartende Dampfmenge. Je höher der Leistungsbereich, desto mehr Dampf bekommt man.

Hinweis: Backendampfer dampfen i.d.R. in Bereichen über 1 Ohm Widerstand, Lungendampfer darunter. Bei Widerständen von unter 1 Ohm spricht man auch von „Subohmn“.

Verdampfer für Backen- und Lungendampfer

Ich erwähnte das bereits ganz am Anfang meiner Reihe. Es gibt einen Unterschied zwischen Verdampfern für Backendampfer und für Lungendampfer. Für Lungendampfer ist die Auswahl an Verdampfern enorm. Hier kommen auch regelmäßig neue Geräte auf den Markt. Für Backendampfer ist die Auswahl deutlich beschränkter.

Falls du dich für das Backendampfen entscheidest, wirst du bei deiner Suche relativ schnell beim Aspire Nautilus oder beim Aspire Nautilus Mini landen, da es kaum Fertigcoil-Verdampfer für das Backendampfen gibt. Es gibt einige Verdampfer, die Coils zum Backen- und zum Lungendampfen anbieten.

Allerdings benötigt man zum Lungendampfen eine deutlich größere Luftzufuhr und auch einen weiteren Kamin. Außerdem sollte die Verdampferkammer bei einem Backendampfer etwas kleiner sein, damit der Dampf kompakter bleibt. Ich glaube nicht, dass diese Kombiverdampfer das tatsächlich ordentlich leisten können.

Da ich selber jedoch Lungendampfer bin, kenne ich mich bezüglich des Backendampfens weniger gut aus. Ich besitze selber zwar einen Nautilus-Backenverdampfer, jedoch kann ich diesem Gerät keine große Freude abgewinnen.

In Dampfergruppen bei Facebook wird dieser Verdampfer jedoch regelmäßig für das Backendampfen empfohlen. Insofern schließe ich mich dieser Empfehlung an. Es soll einige sehr gute Selbstwickelverdampfer zum Backendampfen geben. Bist du Backendampfer, wäre es also ratsam, dich auch mit diesem Thema zu beschäftigen.

Weitere Verdampfersysteme

Neben dem beschriebenen Bottom Coil Clearomizer gibt es noch weitere Verdampfersysteme, die etwas anders funktionieren. Auf diese werde ich jetzt der Vollständigkeit halber kurz eingehen. Kurz deshalb, weil es sich bei diesen Verdampfern fast ausschließlich um Selbstwickelverdampfer handelt.

Top-Coil-Verdampfer/Clearomizer

Hier sitzt die Verdampferkammer über dem Tank. Der Nachteil ist: Das Liquid fließt nicht automatisch an die Verdampferkammer. Eigentlich ist das eine Bauart aus den Anfangszeiten der E-Zigarette. Damals wurde nur mit dünnen Drähten und wenig Dampf gearbeitet. Als Trägermaterial für das Liquid dienten anstelle von Watte Silikatschnüre. Um diese Schnüre, deren Enden in den Tank reichten, wurde der Draht gewickelt. Die Schnüre funktionierten als Dochte.

Allerdings erfahren Top-Coil-Verdampfer gerade ein Revival, denn ihr Vorteil liegt darin, dass die Verdampfer nicht so schnell siffen und auslaufen können. Die Watte dient nicht nur als Transportmaterial für das Liquid, sie dichtet gleichzeitig auch die Verdampferkammer zum Tank hin ab. Ist sie nicht ordentlich verlegt, kann zu viel Liquid in die Verdampferkammer gelangen. Diese Gefahr ist bei einem Top-Coil-Verdampfer geringer. Moderne Top-Coil-Verdampfer sind jedoch alle Selbstwickler.

Tröpfelverdampfer / Tröpfler / Dripper

Ein Tröpfler ist ein Verdampfer ohne Tank. Das Liquid wird direkt auf die Watte des Coils oder in eine kleine Wanne getröpfelt, bis zu der die Watte reicht. Tröpfler eignen sich sehr gut, um Liquids zu verkosten, weil man nicht jedes Mal den Tank leeren und neu befüllen muss.

Außerdem sind Tröpfler oft sehr geschmacksintensiv und bieten Platz für sehr große Wicklungen. Man kann damit bei Bedarf extrem viel Dampf erzeugen, zumal man sich keine Gedanken um den Liquidnachfluss zu machen braucht. Dafür muss man nach wenigen Zügen wieder Liquid nachtröpfeln. Auch Tröpfler sind reine Selbstwickelverdampfer.

Der passende Verdampfer zum Akkuträger

Nun müssen wir Verdampfer und Akkuträger noch zusammenbringen. Man könnte meinen, wenn Verdampfer und Akkuträger jeweils einen 510er Anschluss haben, dann passt das auch zusammen. Dem ist leider nicht so.

Verdampfer gibt es in verschiedenen Durchmessern. Verdampfer mit einem Durchmesser von bis zu 22 mm passen auf so gut wie jeden Akkuträger. Ab 23 mm kann es für Akkuträger mit nur einer Zelle bereits eng werden. Man kann sie zwar oft noch aufschrauben, nur steht der Verdampfer dann über und das sieht nicht mehr schön aus.

Hier solltest du dann besser einen Akkuträger mit zwei oder drei Zellen verwenden. Verdampfer mit über 22 mm Durchmesser sind sowieso meist für höhere Leistungen konzipiert und benötigen die Leistung eines Akkuträgers mit mehr als einer Zelle.

Manchmal kann es sein, dass die Schraube des Verdampfers etwas zu lang für das gefederte Gewinde des Akkuträgers ist. Der Verdampfer wackelt dann leicht hin und her. Bitte versuche nicht, den Verdampfer mit Gewalt fester in den Akkuträger zu schrauben. Damit zerstörst du nur die Federung deines Akkuträgers. Abhilfe schafft hier eine passende Unterlegscheibe oder ein sogenannter „Heatsink“ (das ist ein Adapter, der den Wärmeübergang vom Verdampfer zum Akkuträger mindern soll).

Der richtige Verdampfer für den Einstieg als Lungendampfer

Wenn du als Lungendampfer einsteigen willst, empfehle ich dir für den Start einen Verdampfer, der sich im Leistungsbereich von 25 bis 60 Watt bewegt. Damit kann man bei Bedarf bereits mächtig Dampf machen.

Dem aktuellen Trend folgend werden mittlerweile immer leistungsstärkere Geräte auch als Einsteigergeräte verkauft. Das kann man meiner Meinung nach machen, als sonderlich hilfreich empfinde ich diesen Trend jedoch nicht. Als ich von der Zigarette auf die E-Zigarette umgestiegen bin, war es für mich durchaus wichtig und hilfreich, ein gewisses Dampfvolumen zu haben. Ich brauchte den Druck („Flash“) in der Lunge, das Gefühl, dort etwas zu spüren.

Dazu benötigt man jedoch keine Leistungen über 100 Watt. Meiner Meinung nach leidet bei zu hohen Leistungen auch der Geschmack des Dampfes. Damit der Dampf bei derartigen Leistungen nicht zu heiß wird, muss man an dem Gerät ziehen, als säße einem der Teufel persönlich im Nacken. Als Anfänger zieht man jedoch meist eher zaghafter, weil sich die Lunge zunächst einmal an den Dampf gewöhnen muss.

Wahrscheinlich wirst du auch zu Beginn mit einem extrem leistungsstarken Verdampfer irgendwie klarkommen, wirklich angenehm wird dieses Erlebnis jedoch eher nicht sein.

Weitere Begriffe für Verdampfer

Die Bezeichnung in Shops ist nicht immer einheitlich, deshalb füge ich abschließend noch einige gängige Bezeichnungen inkl. Erklärung an, damit du dich bei deiner Suche nach dem geeigneten Verdampfer besser zurechtfindest.

Atomizer: Steht mittlerweile einfach für Verdampfer ohne nähere Bezeichnung.

Cartomizer: Wirst du heute kaum mehr als Bezeichnung finden. Stand für einen Tankverdampfer, bei dem der Tank bzw. das Liquiddepot komplett mit Watte gefüllt war.

Dual Coil: Wenn in einem Verdampfer mehr als eine Spirale/Coil verbaut ist. Es gibt auch Triple Coil, Quad Coil usw.

RBA bzw. Rebuildable Atomizer: Bezeichnet einen Hybrid-Verdampfer bzw. dessen Selbstwickeleinheit. Also einen Verdampfer, in dem man sowohl Fertigcoils als auch eigene Wicklungen verwenden kann.

RDA bzw. Rebuildable Dripping Atomizer: Bezeichnet einen Tröpfelverdampfer zum Selberwickeln.

RTA bzw. Rebuildable Tank Atomizer: Bezeichnet einen Selbstwickel-Tankverdampfer

Das Liquid für E-Zigaretten

Wenn du die vorhergehenden Teile gelesen hast, solltest du mittlerweile in der Lage sein, eine zu dir passende E-Zigarette auszuwählen und/oder bei einer Beratung in einem Dampferladen zu erkennen, ob du ordentlich beraten wirst oder dir der Verkäufer nur irgendetwas aufschwatzen will. So weit, so gut. Doch zum Dampfen gehört noch mehr – das Liquid, also die Flüssigkeit, die in die E-Zigarette eingefüllt, verdampft und inhaliert wird.

E-Liquids
E-Liquids

Die Inhaltsstoffe

Nicht jedes Liquid ist gleich, d.h. die Inhaltsstoffe können variieren. Enthalten sein kann generell:

  • Vegetarisches Glycerin (andere Namen: VG; Glycerol; Glyzerin; Propan-1,2,3-triol)
  • Propylenglykol (andere Namen: PG; 1,2-Propylenglycol; 1,2-Propandiol)
  • Wasser
  • Ethanol (andere Namen: Alkohol, Trinkalkohol)
  • Nikotin
  • Aromastoffe
  • Farbstoffe

Die Hauptzutaten sind in der Regel vegetarisches Glycerin und Propylenglykol, in unterschiedlichen Anteilen.

Vegetarisches Glycerin ist ein Zuckeralkohol und schmeckt süßlich. Im Liquid ist es für die Kompaktheit des sichtbaren Dampfes und das „cremige“ Gefühl im Mund zuständig. Liquids, die hohe Anteile Glycerin enthalten, entwickeln einen sehr dichten Dampf.

Propylenglykol gehört ebenfalls zur Gruppe der Alkohole. Im Liquid fungiert es als Geschmacksträger, produziert jedoch auch Dampf. Propylenglykol erzeugt beim Inhalieren (gemeinsam mit evtl. beigemischtem Nikotin) den „Kick“ oder „Hit“ in der Lunge. Es macht die Inhalation kratziger und damit ähnlicher dem Gefühl beim Inhalieren von Tabakrauch.

Wasser wird oft Liquids zugesetzt, die einen hohen Anteil Glycerin enthalten. Glycerin ist recht zähflüssig und ohne den Zusatz von Wasser kann es zu Nachflussproblemen beim Dampfen kommen. Der Wasseranteil darf jedoch nicht zu hoch sein, da das Liquid beim Verdampfen ansonsten zum Spritzen neigt.

Ethanol bzw. Trinkalkohol wird eher selten beigemischt. Wie Wasser wird es überwiegend zur Verdünnung eines VG-lastigen Liquids verwendet. Da Alkohol dünnflüssiger als Wasser ist, muss weniger Alkohol als Wasser zugesetzt werden.

Nikotin wird für Dampfer beigesetzt, die vom Rauchen zum Dampfen wechseln. Nikotin sorgt ebenfalls für den „Kick“ oder „Hit“ im Rachenbereich, wie man ihn von Tabakrauch gewohnt ist. Die zugesetzte Menge von Nikotin wird entweder in Milligramm pro Milliliter oder in Prozent oder Promille angegeben. Dabei entspricht: 1 mg/ml = 0,1 % = 1 ‰.

Aromastoffe geben dem Liquid den charakteristischen Geschmack. Zur Aromatisierung werden sowohl künstliche, naturidentische als auch natürliche Lebensmittelaromen verwendet.

Farbstoffe werden zum Einfärben des Liquids genutzt. Hierbei kommen verschiedene Lebensmittelfarbstoffe zum Einsatz. Liquids mit hellgelber bis dunkelbrauner Färbung erhalten ihre Färbung jedoch meist nicht durch den Zusatz von Farbstoffen, sondern aus einem Zusammenspiel verschiedener Aromen mit den Basisbestandteilen des Liquids. Zeit, Licht und Wärme lassen Liquids oft nachdunkeln. Viele Lebensmittelfarbstoffe sind leider nicht unbedenklich, deshalb bin ich bei deren Verwendung eher vorsichtig.

Hinweis: Für viele Tankverdampfer kann man farbige Ersatzgläser kaufen. Wer gerne mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, kann diese Möglichkeit als Alternative zu Farbstoffen in Betracht ziehen.

8. Nikotin für E-Zigaretten

Wie viel Nikotin sollte im E-Liquid sein? Diese Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Es sollte in jedem Fall jedoch genug Nikotin sein, dass du dich wohlfühlst und nicht auch noch zusätzlich unter dem Nikotinentzug zu leiden hast. Denn für viele Umsteiger ist der Rauchstopp selber bereits schwierig genug – trotz E-Zigarette.

Ich habe 30 Jahre lang stark geraucht und war dank E-Zigarette innerhalb von zwei Tagen komplett rauchfrei – und das nur mit ganz minimalen Entzugserscheinungen. Dafür mache ich drei Faktoren verantwortlich:

  1. Ich habe mich nicht unter Druck gesetzt. Meine Prämisse war: Ich möchte zwar aufhören, wenn ich aber das Gefühl habe, unbedingt rauchen zu müssen, dann darf ich das tun.
  2. Ich hatte eine ordentliche E-Zigarette, die zuverlässig funktionierte und ausreichend Dampf gemacht hat.
  3. Ich habe nicht mit dem Nikotin gegeizt.

Über den ersten Punkt lässt sich trefflich streiten. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden. Das Rüstzeug zum Finden der für dich passenden E-Zigarette habe ich dir bereits mit auf den Weg gegeben. Bleibt also noch das Nikotin.

Wie viel Nikotin ist in einer Zigarette?

Beim Rauchen einer Zigarette nimmst du im Schnitt ca. 2 mg Nikotin auf. Vergiss die Angaben auf der Verpackung („Der Rauch einer Zigarette enthält…“). Diese Werte werden mittels Rauchautomaten ermittelt und gehen völlig an der Wirklichkeit vorbei. Es ist auch unerheblich, ob du starke oder leichte Zigaretten rauchst. Du nimmst mit beiden gleichermaßen viel Nikotin auf.

Die tatsächliche Menge des aufgenommenen Nikotins ist abhängig von der Stärke des Zugs und der Tiefe und Dauer der Inhalation. Du hast das sicher auch schon an dir selber beobachten können. Denn konntest du längere Zeit nicht rauchen, ziehst du anschließend den Rauch extra tief in die Lunge und hältst ihn länger drin. Auf diese Weise kann man mit einer einzigen Zigarette sogar bis zu vier Milligramm Nikotin zu sich nehmen.

Aber halten wir uns ruhig an den Durchschnittswert von 2 mg Nikotin pro Zigarette und nehmen an, du rauchst täglich durchschnittlich 30 Stück davon. In dem Fall läge deine gewohnte Tagesdosis an aufgenommenem Nikotin bei ca. 60 Milligramm.

Wie viel Nikotin nimmt man beim Dampfen auf?

Beim Dampfen ist es ähnlich. Je länger du ziehst und je tiefer du den Dampf inhalierst, desto ergiebiger ist die Nikotinaufnahme. Leider gibt es zum Dampfen nur wenige Studien, die sich mit der Aufnahme von Nikotin beschäftigen (oder ich habe sie bisher nicht gefunden). Die wenigen Angaben, die ich diesbezüglich finden konnte, behaupten, dass man beim Dampfen zwischen 40 und 60 Prozent des Nikotins im Liquid aufnimmt.

Zurückblickend auf meine eigenen Erfahrungen beim Umstieg kann ich diese Angabe gefühlsmäßig bestätigen. Gehen wir also ruhig davon aus, dass wir die Hälfte des zugesetzten Nikotins aufnehmen und die andere Hälfte wirkungslos in die Luft blasen.

Ins Verhältnis gebracht

Stellen wir Zigarette und Liquid gegenüber, bedeutet das, du müsstest so viel Liquid verdampfen, dass die Gesamtmenge Nikotin im Liquid bei ca. 120 mg liegt, um damit 30 Zigaretten zu ersetzen.

Allerdings verhält man sich als Dampfer meist etwas anders als ein Raucher. Die E-Zigarette kennt – im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette – kein Ende (mal abgesehen von einem leeren Tank). Als Raucher raucht man seine Zigarette auf. Die wenigsten Raucher werden nur drei oder vier Züge nehmen und die Zigarette anschließend wegwerfen. Dadurch ist der Nikotinspiegel eines Rauchers zwangsläufig einem ständigen Auf und Ab unterworfen. Fällt der Spiegel unter die „Wohlfühlgrenze“, steckt er sich die nächste Zigarette an.

Der Vorteil als Dampfer

Als Dampfer hast du einen gewaltigen Vorteil, denn du kannst mal eben einen Zug nehmen und das Gerät wieder zur Seite stellen. Handhabt man es so, bleibt der Nikotinspiegel deutlich konstanter und das normalerweise auf einem durchaus niedrigeren Niveau. Trotzdem fühlt man sich wohl, weil der Entzug normalerweise einsetzt, wenn der Spiegel unter eine bestimmte Marke fällt.

Aus meiner eigenen Erfahrung schließe ich, dass man als Umsteiger gut mit ca. 2/3 der Nikotinmenge auskommt, die man als Raucher zu sich genommen hat. Bei 30 Zigaretten bedeutet das dann also nur noch 80 mg Gesamtmenge Nikotin im täglich verbrauchten Liquid.

Wer jedoch z. B. auf der Arbeit nicht dampfen kann und stattdessen auf eine Raucher- bzw. nun Dampferpause angewiesen ist, wird in dieser Zeit nicht so regelmäßig dampfen können, wie es sinnvoll wäre. Hier muss man sich behelfen. Eine Möglichkeit wäre, in dieser Zeit Liquids mit einer höheren Nikotindosis zu dampfen, um keinen Entzug zu spüren.

Wie viel Milligramm pro Milliliter?

Soweit so gut, um jedoch zu wissen, wie viel Milligramm Nikotin in deinem Liquid sein soll, musst du zuvor wissen, wie viel Liquid du überhaupt pro Tag verdampfen wirst. Das ist wiederum abhängig vom Verdampfer und der eingestellten Leistung. Ein Backendampfer wird deutlich weniger Liquid verbrauchen als ein Lungendampfer.

Wer mit 30 Watt dampft, wird ebenfalls weniger brauchen als ein Dampfer, der große Wolken bei 80 oder 100 Watt erzeugt. Es gibt Dampfer, die Liquid geradezu vernichten und andere, die einen recht geringen Verbrauch haben. Zu welcher Sorte du zählst, kannst du aktuell wahrscheinlich noch nicht sagen. Deshalb bleibt letztlich nur der grobe Versuch der Annäherung, bis man durch Ausprobieren den tatsächlichen persönlichen Bedarf ermittelt hat.

Meine Empfehlung für den Start ist: Starke Raucher wählen als Backendampfer ein Liquid mit 18 mg und als Lungendampfer mit 6 mg Nikotin pro Milliliter. Mäßige Raucher wählen als Backendampfer ein Liquid mit 9-12 mg und als Lungendampfer mit 3 mg Nikotin pro Milliliter. Gelegenheitsraucher sollten versuchen, ob sie nicht ganz ohne Nikotin auskommen.

Lungendampfer, die mit hohen Leistungen und einer einhergehenden sehr großen Dampfentwicklung dampfen, sollten auch als starke Raucher nicht mehr als 3 mg Nikotin pro Milliliter verwenden und sich als mäßige Raucher im Bereich von 1- maximal 1,5 mg bewegen.

Meiner Erfahrung nach fällt der Umstieg von der Zigarette leichter, wenn man mit einer geringeren Nikotinkonzentration im Liquid viel und regelmäßig dampft, anstatt mit einer höheren Konzentration weniger zu dampfen. Kam die Lust auf eine Zigarette, hat es mir sehr geholfen, gegen diese Lust „anzudampfen“. Ich konzentrierte mich dabei bewusst auf den Vorgang des Ziehens und Inhalierens und nahm ihn intensiv wahr.

Ist die Nikotinkonzentration jedoch zu hoch angesetzt, kann man sich auch „überdampfen“. Der Körper bekommt zu viel Nikotin, die Folge ist Schwindel und Übelkeit. Keine Sorge, das geht recht schnell wieder vorbei und stellt auch keine Gefahr dar. Aber „überdampft“ man sich, bevor die Lust auf die Zigarette schwindet, ist das kontraproduktiv.

Unterschiede zwischen Rauch und Dampf bezogen auf die Sucht

Zigarettensucht ist mehr als Sucht nach Nikotin. Sowohl das Inhalieren als auch das Lungengefühl sind Teil dieser Sucht. Daher ist der Umstieg auf die E-Zigarette meines Erachtens nach auch ein einfacherer Weg als z. B. über Nikotinpflaster oder -kaugummis. Denn sie lassen diesen Teil der Sucht unbeachtet und unerfüllt.

Abgesehen davon, dass du bei der E-Zigarette Dampf anstatt Rauch inhalierst und es auch anders schmeckt, gibt es einen weiteren Unterschied: Nikotin hat auf das menschliche Gehirn eine beruhigende Wirkung. Diese Wirkung erzielst du sowohl mit dem Rauchen einer Zigarette als auch mit dem Dampfen einer E-Zigarette.

Wird Nikotin sehr schnell vom Gehirn aufgenommen – man spricht hier von der „Anflutgeschwindigkeit“ – erzeugt das jedoch zusätzlich einen besonderen Kick im Gehirn. Und dieser Kick ist es, der einen Raucher immer wieder zur Zigarette greifen lässt. Bei Tabakrauch ist die Anflutgeschwindigkeit extrem hoch, man spricht von ca. 10 Sekunden, die das Nikotin benötigt, um von der Lunge im Gehirn anzukommen.

Entsprechend hoch ist der Kick. Auch bei der E-Zigarette gibt es diesen Kick, allerdings fällt er, warum auch immer, deutlich geringer aus. Anscheinend wird das Nikotin aus dem Dampf vom Körper nicht so gut und schnell aufgenommen wie aus dem Tabakrauch. Leider habe ich dazu jedoch keine Studien gefunden, die sich näher damit beschäftigen.

Dieser geringere Kick ist Segen und Fluch gleichermaßen. Wenn du die E-Zigarette lediglich als temporäres Hilfsmittel betrachtest, um mit dem Rauchen aufzuhören und anschließend auch ganz frei von Nikotin und der Inhalation irgendwelcher Substanzen zu werden, ist der geringere Kick sicherlich eher hilfreich.

Ich selber bin (noch) nicht völlig nikotinfrei, kann jedoch bereits jetzt sagen, dass ich deutlich länger und entspannter dampffreie Phasen überwinden kann, als mir das als Raucher mit rauchfreien Zeiten möglich war. Ich möchte behaupten, dass ich zwar immer noch süchtig bin. Meine Sucht fällt jedoch mittlerweile deutlich schwächer aus als zu Zeiten, in denen ich geraucht habe.

Nachteilig wirkt sich der geringere Kick jedoch beim Umstieg aus. Denn es wird sich nicht ganz vermeiden lassen, dass dir in der ersten Zeit irgendetwas fehlt. Ich vermute hierin den Hauptgrund, wieso einige den Umstieg letztlich doch nicht schaffen.

Text zur Verfügung gestellt https://www.steamwolf.de/

Aktualisiert am 13. September 2020

Matthias
Leidenschaftlicher Dampfer seit den ersten Anfängen der E-Zigarette. Über 150 Produktreviews geschrieben und 1.000.000 Dampfer erreicht seit 2015 - Gründer von Dampfer ABC.

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