CBD Schwangerschaft: Vapen und Rauchen – was ist gefährlicher?

Wer im kommenden Jahr mit dem Rauchen aufhören möchte, denkt vielleicht daran, sich den Umstieg etwas leichter zu machen und erstmal zur E-Zigarette zu greifen. Denn sie steht im Ruf, bereits nach wenigen Wochen deutlich verträglicher für die Gefäßgesundheit zu sein.

Außerdem gibt es immer mehr Liquid-Anbieter, die auf Zusatzstoffe, Farbstoffe oder Süßstoffe verzichten. Sie stellen inzwischen auch Liquids her, die mit CBD angereichert wurden.

Bei aller Freude über die vielen neuen Angebote, steht eine Frage weiterhin im Raum: nämlich ob das Vapen im Vergleich mit dem Rauchen wirklich so gut wegkommt. Auch Frauen fragen sich immer wieder, ob der Konsum von CBD in der Schwangerschaft überhaupt gesund ist.

Rauchen vs. Vapen

Auf den ersten Blick erweckt die E-Zigarette den Eindruck, dass sie „gesünder“ ist als herkömmliche Zigaretten. Dafür spricht, dass beim Vapen kein Tabak verbrannt, sondern mit Hilfe von Dampf Nikotin inhaliert wird.

Durch das Verbrennen des Tabaks in der Zigarette entstehen 4.000 unterschiedliche Stoffe. 70 von ihnen sollen extrem schädlich sein und 20 krebserregend. Neben Teer enthält der Tabakrauch weitere schädliche Inhaltsstoffe wie Kohlenmonoxid, Nickel, Blei und polyzyklische Kohlenwasserstoffe.

E-Zigaretten erhitzen Liquid hingegen mit einer Heizspirale bei circa 60 bis 120 Grad zu Dampf, sodass die genannten Stoffe darin nicht entstehen können. Insgesamt erzeugen sie also weniger Schadstoffe als die herkömmliche Zigarette. Aber sind sie deswegen auch unbedenklich?

E-Zigarette Einsteiger

Dampfen: Diese Stoffe sind bedenklich

Forscher gehen davon aus, dass das Nikotin in der Dosis der meisten Liquids nicht giftig ist. Überhaupt gehört es, aus Sicht der Toxikologie, zu den eher harmloseren Stoffen, die beim Dampfen aufgenommen werden. Ein eher bedenklicher Stoff ist in diesem Zusammenhang das Propylenglykol, das beim Dampfen mit anderen Aromastoffen in die Atemwege gelangt.

Die Forschung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abschätzen, welche Folgen diese Art des Nikotinkonsums langfristig hat. Allenfalls, dass er zwar weniger schädlich als herkömmlicher Tabakkonsum ist, aber deswegen nicht ungefährlich. Grund dafür dürfte sein, dass die Liquids neben den Trägerstoffen Propylenglycol und Glycerin auch eine schier unüberschaubare Menge an Duft- und Aromastoffen sowie den Süßstoff Sucralose enthalten, die nach wie vor Rätsel aufgeben.

Gefahr durch Liquids

Es befinden sich so viele Stoffe in den Liquids, dass die Forschung dazu noch am Anfang steht. Sie geht allerdings davon aus, dass die Inhalation einiger Produkte wegen ihnen zu Entzündungen der Atemwege führen kann. Sie stehen auch im Verdacht, die Gefahr von Blutgerinnseln, Entzündungen und oxidativem Stress zu erhöhen. Für Propylenglycol gilt allerdings, dass es kein schädliches Antioxidationsmittel ist, wenn es pharmazeutisch (und nicht industriell) hergestellt wird. Industrielles Propylenglycol sollte für E-Zigaretten eigentlich nicht verwendet werden.

Ein weiterer Zusatzstoff in Liquids, über den viel diskutiert wird, ist CBD. Das Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf enthält im Gegensatz zu Marihuana einen nur geringfügigen THC-Wert von 0,2 Prozent. In flüssiger Form lassen sich mit CBD E-Liquids anreichern, daher kann es auch in einer E-Zigarette inhaliert werden. CBD während Schwangerschaft sollte aber nur nach Rücksprache mit einem Arzt konsumiert werden.

Stressfreier Konsum

Geht man der Frage nach, welche Art des Konsums „gesünder“ ist, spielt auch das Inhalationsverfahren eine Rolle. Mit dem Rauchen einer herkömmlichen Zigarette geht ein gewisser Stress einher. Denn der Raucher muss sich beeilen und versucht häufig, während die Zigarette brennt, möglichst viel Rauch zu inhalieren. Der Konsum der E-Zigarette hingegen lässt sich optimal steuern. Der Konsument kann nicht nur selbst bestimmen, ob und wann er einen Zug nimmt, sondern auch die Menge an Nikotin, die er dabei aufnimmt, genau abschätzen.

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Das Fazit der Wissenschaft

Der aktuelle, allerdings vorläufige, Forschungsstand lautet, dass Dampfen über eine kurze Dauer der Gesundheit weniger schadet als Rauchen.

Das betrifft gleich mehrere Gesundheitsfaktoren. Denn die E-Zigarette wirkt sich im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette nicht negativ auf die Herzfrequenz, die Herzfunktion oder den Blutdruck aus.

Dennoch gibt es Untersuchungen, die vermuten lassen, dass E-Zigaretten nicht so harmlos sind, wie es oft scheint. Es gibt nämlich eine Studie aus dem Jahr 2017, die nahelegt, dass der regelmäßige E-Zigaretten-Genuss die Herzfrequenzvariabilität stört sowie die Oxidation von Lipoproteinen erhöht.

Das sind zwar keine positiven Erkenntnisse, dennoch glauben Wissenschaftler, dass das Dampfen nur ein bis fünf Prozent der Schädlichkeit des Tabakkonsums mit sich bringt. Demzufolge stuften „Public Health England“ und das „Royal College of Physicians“ es kürzlich zu „95 Prozent weniger schädlich“ als Rauchen ein.

Langzeitfolgen ungewiss

Bisher ist noch wenig über die Langzeitfolgen des Dampfens bekannt. Es müssen erst noch epidemiologische Studien durchgeführt werden, um die Gesundheitsgefahr, insbesondere auf das Herz-Kreislauf-System, besser einschätzen zu können.

Es ist zwar bekannt, dass einige Konsumenten von E-Zigaretten unter bestimmten Atemwegserkrankungen wie chro­nische Bronchitis, Asthma oder COPD leiden. Allerdings sind sie nicht so häufig betroffen wie Raucher, jedoch häufiger als Nicht-Raucher bzw. Nicht-Dampfer. Die genannten gesundheitlichen Folgen treten bei Konsumenten, die beides nutzen, am häufigsten auf.

Besonders Frauen sollten sich darüber bewusst sein, dass die Forschung über den Genuss von CBD während Schwangerschaft noch im Gange ist bzw. sogar eher Gründe für Bedenken liefert. Sie sollten daher nicht nur auf CBD-Liquids, sondern auch auf CBD-Öle verzichten und das rauchen ganz aufgeben.

Aktualisiert am 12. März 2021

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