Cannabis vapen – besser als Kiffen?

Nach wie vor ist das Rauchen die beliebteste Art des Cannabiskonsums. Doch seit geraumer Zeit bekommt der Joint Konkurrenz durch den Vaporizer, da das Vapen offenbar einen gesünderen Weg verspricht, Cannabis zu konsumieren. Darüber hinaus erobern auch Edibles, Lebensmittel, die mit Cannabis angereichert wurden, den Markt. Die unterschiedlichen Methoden gehen aber auch mit unterschiedlichen Wirkungen einher. Wer aus medizinischen Gründen, Marihuana rauchen möchte oder ein Freizeitkonsument ist, tut daher gut daran, sich vorab zu informieren.

Es ist verständlich, dass Konsumenten, die Cannabis nur gelegentlich konsumieren möchten, es eher rauchen als vapen, weil sie sich keinen Vaporizer zulegen möchten. Schließlich müssen sie für ein paar Blättchen und Filter nicht so tief in die Tasche greifen wie für einen Vaporizer. Aber lohnt sich die Investition vielleicht doch?

Der Kostenfaktor beim Vapen

Möchte man Cannabisblüten verdampfen, benötigt man einen speziell dafür konstruierten Verdampfer mit Akku. Er erhitzt die Blüten in der Kräuterkammer soweit, dass die darin befindlichen Cannabinoide sich lösen und inhaliert werden können. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch verbrennt er das Cannabis nicht, sondern erhitzt es nur auf 180-190 Grad Celsius. In Zahlen verdeutlicht sich das dadurch, dass Vaporizer etwa 45 Prozent des erhitzten THCs zu Dampf verwandeln, während ein typischer Joint nur 25 Prozent des THCs freisetzt.

Der Verdampfer extrahiert also viel mehr Cannabinoide aus dem Kraut und spart bei jedem Zug Geld.

Weniger Schadstoffe

Vaporizer genießen einen guten Ruf, da sie wenig Hitze erzeugen und dadurch die Produktion von Teer verringern. Während die Glut eines Joints typischerweise etwa 900 Grad erreicht, reichen beim Vaporisieren schon 157 Grad, um das THC freizusetzen. Da diese Temperatur unter dem Verbrennungspunkt von Zellulose liegt, reduziert sich die Produktion von polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen, die als Präkanzerogene gelten. Außerdem ist es dadurch zu fast 100 Prozent frei von „Holzigkeit“ und bietet ein sauberes und weicheres Aroma. Der feinere Geschmack äußert sich zudem darin, dass Konsumenten die Cannabinoid-Profile und die einzelnen Terpene jeder Sorte klarer herausschmecken. Wird Cannabis hingegen geraucht, beträgt der Anteil des inhalierten Materials, das zusätzlich zu den Cannabinoiden erzeugt wird, zwischen 80 und 88 Prozent.

Es ist nicht unbedingt nötig, einen Verdampfer zu nutzen, dessen Temperatur sich einstellen lässt. Konsumenten können davon ausgehen, dass die voreingestellte Temperatur bei den meisten Geräten ein zufriedenstellendes Erlebnis bietet.

Cannabis vapen - Cannabis vapen - besser als Kiffen?
Cannabis zu Vapen hat durchaus seine Vorteile

Diskreter Konsum

Vaporizer haben einen weiteren Vorteil, denn es gibt einige Modelle, die in der Lage sind, fast geruchsneutral zu verdampfen. Das bedeutet aber nicht, dass der Konsum gar keinen Geruch mehr erzeugt. Selbst sehr hochwertige Geräte können nicht verhindern, dass zumindest beim Ausatmen der inhalierten Kräuter ein leichter Geruch entsteht.

Nicht nur ein Selbstzweck

Vermutlich gibt es zurzeit deutlich mehr Freizeitkonsumenten als solche, die das Marihuana aus medizinischen Gründen brauchen. Aber Fakt ist: Es dient nicht nur der Erholung sowie dem Angst- und Stressabbau, sondern kann auch chronische Schmerzen und auch andere Beschwerden lindern. Daher wäre es für Betroffene vorteilhaft, wenn die Wirkung ihrer Medizin so schnell wie möglich einsetzt. Und genau das ist beim Verdampfen der Fall. Gerade Patienten mit akuten Schmerzen (Menstruationskrämpfe und Morbus Crohn) profitieren von dieser wohltuenden Wirkung.

Was für das Rauchen spricht

In den bisherigen Ausführungen hat der soziale Faktor des Cannabiskonsums noch keine Rolle gespielt. Aber ein Blick in die Geschichte verrät schon, dass das Rauchen von Cannabis eindeutig populärer ist als das Dampfen. Deswegen, und weil das Gesundheitsrisiko bei weniger Konsum auch entsprechend geringer ist, ziehen die meisten Konsumenten es vor, das Marihuana nur hin und wieder in einem Joint zu rauchen.

Trotzdem zeigen Befragungen, dass das Vapen von Cannabis auf dem Vormarsch ist: Einer von 11 Studenten hat Umfragen des Centers for Disease Control and Prevention zufolge Cannabis schon einmal mit einer E-Zigarette konsumiert.

Fazit

„Ist das Dampfen von Cannabis besser als kiffen?“ ist wirklich eine subjektive Frage, die sich nicht so leicht beantworten lässt. Es ist nach wie vor der persönliche Anlass des Cannabiskonsums, der darüber entscheidet, mit welcher Methode es konsumiert wird. Die individuelle Präferenz der Gelegenheitskonsumenten fällt aufgrund der Bequemlichkeit, der Kosten und des sozialen Faktors noch auf das Rauchen. Gesundheitsbewusstere Konsumenten hingegen ziehen das Vapen vor. Es ist etwas diskreter und, gerade für Menschen, deren Kreislauf empfindlich reagiert, besser verträglich.

Das Gute daran ist, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen eine breite Auswahl unter verschiedenen Varianten des Cannabiskonsums haben.

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