Teil 7: Das Liquid (E-Liquid)

Hier zeigen wir dir, welche Inhaltsstoffe im E-Liquid enthalten sind (bzw. enthalten sein können) und wie sich das auf den Dampf und Geschmack eines Liquids auswirkt.

Wenn du die vorhergehenden Teile gelesen hast, solltest du mittlerweile in der Lage sein, eine zu dir passende E-Zigarette auszuwählen und/oder bei einer Beratung in einem Dampferladen zu erkennen, ob du ordentlich beraten wirst oder dir der Verkäufer nur irgendetwas aufschwatzen will. So weit, so gut. Doch zum Dampfen gehört noch mehr – das Liquid, also die Flüssigkeit, die in die E-Zigarette eingefüllt, verdampft und inhaliert wird.

 

E-Liquids
E-Liquids

Die Inhaltsstoffe

Nicht jedes Liquid ist gleich, d.h. die Inhaltsstoffe können variieren. Enthalten sein kann generell:

  • Vegetarisches Glycerin (andere Namen: VG; Glycerol; Glyzerin; Propan-1,2,3-triol)
  • Propylenglykol (andere Namen: PG; 1,2-Propylenglycol; 1,2-Propandiol)
  • Wasser
  • Ethanol (andere Namen: Alkohol, Trinkalkohol)
  • Nikotin
  • Aromastoffe
  • Farbstoffe

Die „Hauptzutaten sind in der Regel vegetarisches Glycerin und Propylenglykol zu unterschiedlichen Anteilen.

Vegetarisches Glycerin ist ein Zuckeralkohol und schmeckt süßlich. Im Liquid ist es für die Kompaktheit des sichtbaren Dampfes und das „cremige“ Gefühl im Mund zuständig. Liquids, die hohe Anteile Glycerin enthalten, entwickeln einen sehr dichten Dampf.

Propylenglykol gehört ebenfalls zur Gruppe der Alkohole. Im Liquid fungiert es als Geschmacksträger, produziert jedoch auch Dampf. Propylenglykol erzeugt beim Inhalieren (gemeinsam mit evtl. beigemischten Nikotin) den „Kick“ oder „Hit“ in der Lunge. Es macht die Inhalation kratziger und damit ähnlicher dem Gefühl beim Inhalieren von Tabakrauch.

Wasser wird oft Liquids zugesetzt, die einen hohen Anteil Glycerin enthalten. Glycerin ist recht zähflüssig und ohne den Zusatz von Wasser kann es zu Nachflussproblemen beim Dampfen kommen. Der Wasseranteil darf jedoch nicht zu hoch sein, da das Liquid beim Verdampfen ansonsten zum Spritzen neigt.

Ethanol bzw. Trinkalkohol wird eher selten beigemischt. Wie Wasser wird es überwiegend zur Verdünnung eines VG-lastigen Liquids verwendet. Da Alkohol dünnflüssiger als Wasser ist, muss weniger Alkohol als Wasser zugesetzt werden.

Nikotin wird für Dampfer beigesetzt, die vom Rauchen zum Dampfen wechseln. Nikotin sorgt ebenfalls für den „Kick“ oder „Hit“ im Rachenbereich, wie man ihn von Tabakrauch gewohnt ist. Die zugesetzte Menge von Nikotin wird entweder in Milligramm pro Milliliter oder in Prozent oder Promille angegeben. Dabei entspricht: 1 mg/ml = 0,1 % = 1 ‰.

Aromatoffe geben dem Liquid den charakteristischen Geschmack. Zur Aromatisierung werden sowohl künstliche, naturidentische als auch natürliche Lebensmittelaromen verwendet.

Farbstoffe werden zum Einfärben des Liquids genutzt. Hierbei kommen verschiedene Lebensmittelfarbstoffe zum Einsatz. Liquids mit hellgelber bis dunkelbrauner Färbung erhalten ihre Färbung jedoch meist nicht durch den Zusatz von Farbstoffen sondern aus einem Zusammenspiel verschiedener Aromen mit den Basisbestandteilen des Liquids. Zeit, Licht und Wärme lassen Liquids oft nachdunkeln. – Viele Lebensmittelfarbstoffe sind leider nicht unbedenklich, deshalb bin ich bei deren Verwendung eher vorsichtig.

Hinweis: Für viele Tankverdampfer kann man farbige Ersatzgläser kaufen. Wer Gerne mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, kann diese Möglichkeit als Alternative zu Farbstoffen in Betracht ziehen.

 

Urheberrechtshinweis: Text mit freundlicher Genehmigung übernommen von
der Aromenmanufaktur STEAMWOLF.DE – handcrafted Premium-Aromen für Dampfer.

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