Teil 4: Der Akkuträger (AT)

Hier verschaffe ich dir einen Überblick über die verschiedenen Arten von Akkuträgern für E-Zigaretten.

Teilweise bezeichnet man Akkuträger auch als Box oder Mod, wobei Akkuträger die in Deutschland gängigste Bezeichnung ist. Es gibt Akkuträger mit fest verbauten Akkus. Bei den meisten lassen sich die Akkus jedoch wechseln.

Ein fest verbauter Akku hat den Vorteil, dass man den Akku nicht zusätzlich kaufen muss und man dabei keinen Fehler machen kann. Außerdem sind diese Geräte oft etwas kleiner und kompakter. Für mich überwiegen jedoch klar die Nachteile, denn ist der Akku leer, muss das Gerät ans Ladekabel und lässt die Kapazität des Akkus irgendwann nach, muss man das komplette Gerät entsorgen. Daher bin ich ein großer Freund von Akkuträgern, bei denen man die Akkus wechseln kann. Mit Ersatzakkus kommst du so immer über den Tag und kannst auch längere Zeiten überbrücken, in denen du nicht aufladen kannst.

Dampfer ABC

Die Software des Akkuträgers / Was man einstellen kann

Der geregelte Akkuträger kann noch mehr, als seinen Anwender vor kritischen Anwendungsfehlern zu schützen. Er bietet – abhängig vom Modell – zahlreiche Funktionen, die das Dampfen angenehmer machen.

In der Regel bietet jeder geregelte Akkuträger Informationen zum Ladestand der Akkus, zum Widerstandswert des verwendeten Coils und zur eingestellten Leistungsabgabe. Darüber hinaus gibt es häufig weitere Features wie Zugzähler, ein eigenes Logo auf dem Display, eine Uhr und anderes.

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Die wichtigste Funktion ist jedoch die Regulierung der auf den Coil abgegebenen Leistung. Dazu stehen je nach Gerät verschiedene Modi bereit.

Der Watt-Modus

Diesen Modus bieten alle geregelten Akkuträger und dieser wird von Dampfern auch am häufigsten genutzt. Für den Einstieg empfehle ich dir, ebenfalls diesen Modus zu nutzen, denn die Bedienung ist denkbar einfach. – Mit Watt bezeichnet man die Einheit elektrischer Leistung. Ganz untechnisch ausgedrückt, eine 40 Watt Glühbirne leuchtet doppelt so hell wie eine 20 Watt Glühbirne. Verwendest du als Lichtschalter einen Dimmer, kannst du die 40 Watt Glühbirne jedoch durch Dimmen genauso hell wie eine 20 Watt Birne leuchten lassen. Der Akkuträger funktioniert ähnlich. Über seine Plus- und Minustasten kannst du die Leistung hoch und runter stellen und damit Einfluss auf die Menge und auch Temperatur des Dampfes nehmen. Die Wattleistung lässt sich normalerweise in 0,1 Watt Schritten einstellen, wobei diese sehr feine Einstellungsmöglichkeit nur für das Backendampfen gebraucht wird. Als Lungendampfer reicht 1 Watt Schritte vollkommen aus.

Der Temperatur-Modus

Viele Akkuträger bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit des temperaturgeregelten Dampfens (Temperature Control, TC). Dampft man im Watt-Modus, wird permanent die gleiche Leistung auf den Coil abgegeben, der Coil wird also immer heißer je länger man ihn mit Strom versorgt. D.h. je länger man an der E-Zigarette zieht, desto wärmer wird der Dampf. Dampft man moderat, so macht sich der Temperaturanstieg nicht sonderlich bemerkbar. Die beim Inhalieren beigemischte Luft reicht aus, um den Dampf auf einer angenehmen Temperatur zu halten. Dampft man jedoch mit viel Leistung, kann der Dampf bereits nach sehr kurzer Zeit unangenehm heiß werden. Beim temperaturgeregelten Dampfen reduziert der Akkuträger die Leistungsabgabe automatisch, sobald der Coil die eingestellte Betriebstemperatur erreicht hat. Da es im Coil jedoch kein Thermometer gibt, wird die Temperatur über den sich beim Erhitzen verändernden Widerstand des Coils gemessen. Da die Veränderung des Widerstandes bei unterschiedlichen Temperaturen ausreichend groß sein muss, damit sie ausreichend messbar ist, muss man ein Metall verwenden, welches diese Eigenschaften besitzt. Nicht alle Metalle und Legierungen sind dafür geeignet. Deshalb kann man für diese Art zu dampfen nur Drähte verwenden, die aus Nickel, Titan oder Edelstahl gefertigt sind. Der Akkuträger hat besitzt verschiedene TC-Modi für die jeweiligen unterschiedlichen Materialarten. Damit die Widerstandsmessung tatsächlich funktioniert, muss der Widerstandswert des verwendeten Coils bei Zimmertemperatur in den Akkuträger eingeloggt (gespeichert) werden. Das temperaturgesteuerte Dampfen ist jedoch eher eine Randerscheinung, deshalb werden ich diese Form des Dampfens innerhalb dieser Reihe nicht weiter vertiefen.

Pre-Heat Funktion

Mittlerweile gibt es auch Geräte mit einer sogenannten Pre-Heat-Funktion. Man dampft zwar weiterhin im Watt-Modus, kann aber dennoch Einfluss auf die abgegebene Leistung über den Zeitraum des Feuerns nehmen. Z.B. kann man das Gerät so einstellen, dass am Anfang mit mehr Leistung gefeuert wird, um den Coil auf Betriebstemperatur zu bringen. Teilweise kann man sogar Leistungskurven anlegen. Aber das ist für den Anfang alles gar nicht wichtig und man kommt auch sehr gut ohne diese Features klar.

Software-bzw. Firmware-Updates

Bei vielen Akkuträgern lässt sich die Software (Firmware) updaten. Der Hersteller stellt dazu ein PC-Programm bereit. Der Akkuträger wird mittels USB an den PC angeschlossen. Das Updateprogramm erkennt das Gerät und man kann die neue Firmware aufspielen. Zum normalen Dampfen im Wattmodus ist das jedoch normalerweise nicht nötig, man muss also nicht immer die neueste Software auf seinem Akkuträger haben. Allerdings lässt sich über das PC-Programm bei einigen Akkuträgern ein eigenes Logo aufspielen und diese Funktion erfreut sich großer Beliebtheit.

Warnung: Für einige Akkuträger wird mittlerweile auch herstellerfremde Firmware mit erweiterten, zweifelhaften Funktionen angeboten. Ich kann nur dringend davon abraten, derartige Software zu verwenden. Zum einen erlischt damit die Gerätegewährleistung/-garantie, zum anderen kann niemand sagen, wie sich derartige Software auf die Sicherheitsfeatures eines Akkuträgers auswirkt. Spielt man versehentlich gar die falsche Software auf, kann das Gerät unter Umständen gar nicht mehr in Betrieb genommen werden und ist fortan reiner Elektronikschrott.

Anzahl der Akkus im Akkuträger

Je nach Modell kann der Akkuträger einen, zwei, drei und mittlerweile sogar vier Akkus aufnehmen. Je mehr Akkus das Gerät fast, desto schwerer und klobiger wird es. Das Gewicht und die Ausmaße eines Akkuträgers mit drei Akkus incl. Verdampfer ist nicht zu verachten. Da kommen schnell ein halbes Kilo oder mehr zusammen und so ein Gerät trägt man dann nicht mehr in der Hosentasche spazieren.

Persönlich empfinde ich es als angenehmer, einen kleinen Akkuträger mit nur einem Akku zu verwenden und dafür dann häufiger den Akku zu wechseln. Wer z.B. auch beim Autofahren dampfen möchte, wird ein handliches Gerät sehr zu schätzen wissen. Allerdings stoßen Akkuträger mit nur einem Akku deutlich schneller an ihre Grenzen, wenn es darum geht, in höheren Leistungsbereichen zu dampfen und dabei viel Dampf zu erzeugen (dazu später mehr, wenn es um die Verdampfer geht). Hersteller von Akkuträgern geben deshalb immer an, bis wie viel Watt der Akkuträger maximal genutzt werden kann. Diese Angaben sollte man jedoch etwas relativieren, denn man wird nicht lange Freude haben, wenn man einen Akkuträger bis ans obere Limit ausreizt.

Akkuträger mit einer 18650er Akkuzelle (was das ist, erkläre ich später genauer – es ist jedenfalls die für Akkuträger gängigste Zelle) haben meist eine maximale Leistungsabgabe von ungefähr 75 Watt. Das ist schon recht ordentlich und für einen guten Teil aller Dampfer absolut ausreichend. Allerdings gilt, je leerer ein Akku wird, desto geringer ist dessen Spannung. Dampft man mit einer halbleeren Zelle bei eingestellten 70 Watt, ist der Akkuträger schon nicht mehr in der Lage, diese 70 Watt zu liefern und reduziert die Leistungsabgabe. Auf dem Display erscheint dann beim Feuern z.B. die Meldung „Week Battery“ und es kommt weniger Dampf als erwartet. Im Ergebnis brauchst du deutlich mehr Akkus als mit einem mehrere Zellen fassenden Akkuträger.

Meine persönliche Faustregel ist: Pro benötigte 45 Watt eine Zelle. Damit kommt man eigentlich gut klar und man kann die Akkukapazität ordentlich ausnutzen. Mit steigender Anzahl der Zellen wird die Ausnutzung der Kapazität jedoch immer besser, das sollte man im Hinterkopf behalten.

Meine Empfehlung: Möchtest du Backendampfen, wähle einen Akkuträger mit einer Zelle. Fürs Backendampfen benötigt man Leistungen, die irgendwo zwischen 7 und 20 Watt liegen. Da reicht eine Zelle locker aus und man wird mit einem handlichen Gerät belohnt. – Möchtest du Lungendampfen, entscheide dich für ein Gerät mit zwei Zellen. Auch hier gibt es noch einigermaßen handliche Akkuträger und du hast auch leistungstechnisch ausreichend Luft nach oben, um große Wolken zu machen. – Gehörst du zur „Je mehr desto besser“-Fraktion, kaufe dir einen Akkuträger mit mindestens drei Zellen und lebe fortan mit dem Spitznamen „Der Nebelmann“.

Spielt Größe und Gewicht des Akkuträgers für dich jedoch nur eine untergeordnete Rolle, macht es durchaus Sinn, ein Gerät mit mehr Zellen zu wählen. Zu Hause nutze ich auch oft einen Akkuträger mit drei Zellen, obwohl ich selten über 70 Watt dampfe. Der fällt nicht so leicht um und eine Ladung reicht meist für den kompletten Tag.

Dürfen unterschiedliche Akkus in einen Akkuträger?

Nein – Zusammen dürfen immer nur die gleichen Akkus verwendet werden und du solltest diese Akkus wenn möglich auch immer gemeinsam aufladen. Bei geregelten Akkuträgern schützt zwar die Elektronik vor zu großen Abweichungen der Akkus untereinander, allerdings produziert der Akkuträger dann eine Fehlermeldung und du kannst nicht dampfen. Wenn du dir also einen Akkuträger mit mehreren Akkus zulegst, kaufe immer einen ganzen Satz Akkus und kennzeichne diese am besten mit einem Edding oder einem Aufkleber, damit du sie nicht versehentlich durcheinander bringst.

 

Urheberrechtshinweis: Text mit freundlicher Genehmigung übernommen von
der Aromenmanufaktur STEAMWOLF.DE – handcrafted Premium-Aromen für Dampfer.

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